"So stellen Sie Ihre Bio-Uhr zurück"

"Wir können über 100 Jahre alt werden - und dabei topfit sein! Wer ab 40 seine Körperzellen erneuert, sieht später viel jünger aus, man sprüht vor Lebensfreude und bleibt gesund! "

Dahinter steckt ein Geheimnis: der Vierfach-Schlüssel!
Mit ihm können Sie ganz einfach Ihre Bio-Uhr zurückstellen. BILDWOCHE verrät die Tricks der Altersforscher.
Unser Körper beherbergt 70 Billionen Zellen die ständig im Austausch stehen - durch 360 000 Stoffwechsel - Vorgänge in jeder Sekunde.

Wird der Stoffwechsel irgendwo im kleinsten Bereich, dem Zell-Milieu gestört, altern wir schneller, werden eher krank.


"Die Zell - Milieu - Medizin ist der Schlüssel zu einem langen und gesunden Leben"sagt Dr. Hasso Thalmann (Hamburg).
"Mit ihr können wir die Lebensuhr richtig warten und sogar reparieren."

Das Geheimnis: der Vierfach- Schlüssel !
Schlüssel 1: 0ptimierung der Zellvorgänge durch Vitamine,
Spurenelemente, Mineralien.
Schlüssel 2: Gezielter Einsatz von körpereigenen Enzymen, Hormonen,
Super-Hormonen.
Schlüssel 3: Gewürze, Kräuter und Heilpflanzen zur Unterstützung von
Enzymen und Hormonen.
Schlüssel 4: die Drittel-Diät.

Warum altern wir?

US-Forscher fanden heraus: In erster Linie sind Schäden an unseren Erbanlagen (Genen) schuld daran, dass wir vorzeitig altern, unsere Haut schneller schrumplig, der Blick trübe wird, Muskeln schwächer werden und Hormone spärlicher fließen. Die Schäden entstehen durch gestörten Zellstoffwechsel (0xidation) - z.B. durch zuviel Sonne, Rauchen, Schadstoffe, Röntgen.

Wie hilft Schlüssel 1?
"Antioxidantien" - z.B. die Vitamine A, E, C sowie Betacarotin, auch Zink, Selen können Zellschäden durch 0xidation vorbeugen. Täglich zusätzlich einnehmen!

Schlüssel 2: die Revolution!
Enzyme, Hormone und Super-Hormone steuern alle Vorgänge in unserem Körper. Die Revolution in der Altersforschung: Manche Super-Hormone wie Melatonin (0,5 mg am Tag), DHEA (25 mg am Tag), Pregnenolon
(10 mg am Tag) Testosteron und Progesteron sowie Östrogen (auch für Männer!) halten uns viel länger jung und gesund, wenn wir rechtzeitig (ab 40 etwa) für ausreichend Nachschub sorgen.

Gibt es z.B. als Tabletten, Hormonpflaster, -gels oder Spritzen (Hormonpräparate nur vom Arzt). Zusätzliche Enzyme normalisieren einen entgleisten Stoffwechsel, regen einen verminderten Stoffwechsel (weniger Energie, Lustlosigkeit, schlechte Laune) an. Sie heilen auch Wunden und Entzündungen, helfen bei vielen Krankheiten. Reich an Enzymen sind z.B. Ananas, Papaya.

Nr.3: der Gewürz-Schlüssel!
Gewürze sind heimliche Gesundheitshelfer z.B. Anis hilft bei Erkältungen, gegen WechseIjahrsbeschwerden und Übergewicht.
Cayennepfeffer stärkt das Immunsystem, regt den Kreislauf an.
Ingwer lindert Schwindel, macht gute Stimmung. Nelken verbessern die Durchblutung. Oregano entgiftet, Muskatnuß stärkt die Potenz. Koriander bekämpft Pilze, Viren, Bakterien, bringt Kranke schneller wieder auf die
Beine und macht Lust auf Liebe (besonders mit Rotwein!).

Schlüssel 4: die "Drittel-Diät"
Eine "ausgewogene" Ernährung ist das beste für Gesundheit und ein langes Leben. Wie esse ich "ausgewogen"?
"Mit der Drittel-Diät", sagt Dr. Thalmann. Sie ist kinderleicht! Essen Sie einfach täglich:
1/3 Frischkost aus Pflanzen - z.B. 0bst, Nüsse, rohes Gemüse, Keimlinge (AIfalfa, Kresse, Mungbohnen, Weizen). Machen Sie Rohkost mit Soja- oder Distelöl an.
1/3 Gegartes oder Gebackenes - z.B. Vollkornbrot, Kartoffeln, Vollkornreis, Vollkornnudeln, gedünstetes Gemüse, Trockenobst.
1/3 Gutes von Tieren:
Milch, Käse, Eier (4 pro Woche), Fisch und Fleisch (3mal pro Woche bis 200 g).

"Behandlung mit ""Zellbausteinen"" soll Blutfette senken. Hamburger Mediziner propagiert unkonventionelles Verfahren zur Behandlung der Hyperlipidämie.","","Mit Hilfe der Supplementierung bestimmter Zellbausteine sei es ihm gelungen, bislang therapieresistente erhöhte Cholesterin- und Triglycerid-Werte zu senken, meint der Hamburger Arzt Dr.Hasso H. Thalmann. Im Gespräch mit der Neuen Ärztlichen erläuterte er sein Vorgehen.

Ausgangspunkt waren zwei Gruppen von jeweils 15 Patienten. Bei Gruppe eins lagen die Cholesterinwerte über 300 mg/dl und die Triglyceride über 200mg/dl, die HDL -Werte unter 40 und die LDL -Werte über 250 mg/dl. In der zweiten Gruppe lagen die Cholesterinwerte über 250 mg/dl bei normalen Triglycerid - Werten; HDL lag unter 45, LDL über 250 mg/dl. Alle waren seit mehreren Jahren in Behandlung; trotz diätetischer Maßnahmen und mehr Bewegung, teilweise auch Behandlung mit Lipidsenkern, waren die Lipide nicht weiter gesunken.

In beiden Patientengruppen wurde sowohl im Serum als auch in den Erythrozyten das Gesamtspektrum an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und 14 verschiedenen Fettsäuren bestimmt. "Dabei zeigten sich besonders eklatante Mängel an Vitamin B6, B1, B2 und Pantothensäure sowie an Kalium, Calcium, Magnesium, Zink und den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Eicosapentaensäure, Docosapentaen- und Docosahexaensäure," sagte Thalmann. Leichtere Mängel gab es bei den Vitaminen A, E, C, Biotin und Beta-Carotin sowie an Natrium, Kupfer, Chrom und Selen.

Thalmann - er hat zusammen mit Prof. A.N. Sagredos und Dr. H.-J.v.Leitner die spezielle Zell-Milieu-Therapie entwickelt - sagt dazu: "Die genannten Bausteine sind zusammen mit anderen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fett- und Aminosäuren bestimmend für alle Stoffwechselleistungen der Zelle.". Zudem sei erwiesen, dass ein Teil der Bausteine für die aktiven Zentren der Enzyme essentiell sei, ohne die Stoffwechselleistungen nicht erbracht werden könnten. Einige Vitamine wirkten direkt als Co-Enzyme. Durch Tierversuche sei zudem belegt, dass Vitamin B6 einen Einfluss auf die Cholesterin- und Triglycerid-Spiegel habe.
Die laborchemisch nachgewiesenen Mängel an Bausteinen wurden in individuell dosierten Mengen entsprechend den Mängeln jedes Patienten und unter Berücksichtigung der synergistischen und antagonistischen Wirkungen der Bausteine untereinander supplementiert. Außerdem wurde Bierhefe gegeben, da sie unter anderem Chrom und das ebenfalls der B- Vitamin-Gruppe zuzurechnende Inositol und Cholin enthält; zusammen mit Vitamin B6 hätten diese Stoffe einen starken Einfluss auf den Leberzell- und Lipid- Stoffwechsel. Als Ergebnis der Therapie sei festzustellen: Acht Wochen nach der Supplementierung wurden die Bausteine erneut in Serum und Erythrozyten bestimmt. Kleinere Mängel seien bereits beseitigt gewesen und eklatante Mängel geringer geworden. Außerdem zeigten sich nach diesen zwei Monaten bei etwa 65 Prozent der Patienten normale Cholesterin- und Triglyceridwerte; und zwar sowohl bei Patienten, die Lipidsenker bekommen hatten als auch bei denen, die nicht medikamentös behandelt worden waren. Mitverantwortlich für dieses Ergebnis war allerdings auch die unterschiedliche Compliance bezüglich der Diätmaßnahmen und der Bewegung. Mängel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren wurden ausgeglichen durch Omega-3- und mehrfach ungesättigte pflanzliche Fettsäuren (Distel-, Soja-oder Sonnenblumenöle).

"Unter dieser Therapie", meinte Thalmann, "zu der eine eingehende Ernährungsberatung gehört, konnte bei fast allen Patienten das Gewicht um bis zu 15 Kilogramm reduziert werden." Thalmann bedauert, dass diese Therapie noch nicht generell anerkannt ist. "In Einzelfällen und nach Rücksprache übernehmen die Krankenkassen aber in zunehmendem Maße die Kosten sowohl für die laborchemische Untersuchung als auch für die Supplemente." Die bisherigen Ergebnisse, so hofft er, werden für ein weiteres Entgegenkommen der Kassen sorgen. Werner Loosen

 

"Ihre Küche ist eine Apotheke"

"Die nächste Apotheke befindet sich in Ihrer Küche."

Die nächste Apotheke befindet sich in Ihrer Küche. Denn hier gibt es "Medikamente", die bei vielen kleinen Unpässlichkeiten helfen können. So lindern Äpfel zum Beispiel Durchfall: Alle zwei Stunden einen Apfel auf einer Glasreibe ungeschält zerkleinern. Das Mus auflöffeln. Dill hilft bei Schluckauf: Einfach einen Zweig kaufen. Honig in warmer Milch aufgelöst vertreibt Halsschmerzen und Husten. Ingwer ist ideal, wenn Sie Last mit Reisekrankheiten haben. Kartoffeln helfen, Ihren Körper zu entwässern: Drei Tage lang pro Tag etwa ein Kilo davon essen. Kohlblätter sind wohltuend bei Muskelkater: Die Blätter bügeln und auf die schmerzende Stelle bringen. Schwarzer Tee erweist sich als Wohltat, wenn die Augen brennen: Einen warmen Teebeutel auf die Augen legen.

"Locker laufen, aber länger"

Welchen Sport Sie auch betreiben - Joggen, Radfahren, Schwimmen oder was Ihnen noch Spaß macht - immer gilt die Devise: ""Laufen, ohne zu schnaufen"" und ""Locker, aber länger"".

Erstens trainieren Sie dadurch Herz, Kreislauf und Lunge.","","Welchen Sport Sie auch betreiben - Joggen, Radfahren, Schwimmen oder was Ihnen noch Spaß macht - immer gilt die Devise: "Laufen, ohne zu schnaufen" und "Locker, aber länger". Erstens trainieren Sie dadurch Herz, Kreislauf und Lunge. Zweitens schwitzen Sie übermäßiges Salz aus. Und drittens regulieren Sie gleichzeitig Ihren Cholesterin- und Triglyceridspiegel. Mäßiges Training führt außerdem zur Stärkung des Immunsystems und schützt sogar gegen Tumore, die durch Viren erzeugt werden. Wenn Sie untrainiert sind, fangen Sie am besten mit einem drei- bis fünfminütigen Ausdauertraining an. Steigern Sie die Belastungszeit nach jeder weiteren Trainingswoche um etwa eine Minute. So wächst Ihre Kraft langsam aber sicher.

 

"Ein Brennen auf der Zunge: Woher kommt das?"

"Glossodynie nennt der Arzt das Zungen- und Schleimhautbrennen, das zahlreichen Menschen das Leben schwer macht."

Glossodynie nennt der Arzt das Zungen- und Schleimhautbrennen, das zahlreichen Menschen das Leben schwer macht. Es ist auch gar nicht einfach, die Gründe dafür zu entdecken. 0ft reagiert der Körper allergisch auf bestimmte Legierungen im Mund. Sogar Zahnfüllungen, die jahrelang vertragen wurden, können plötzlich durch so genannte galvanische Ströme, die durch Verwendung verschiedener Metalle entstehen, Veränderungen und Entzündungen auslösen. Diese Ströme lassen sich durch Messung ermitteln. Andererseits machen sich häufig Pilzerkrankungen, Magenleiden und Nervenentzündungen so bemerkbar. Nicht zuletzt reagiert die Zunge mit Brennen, wenn der Speichelfluss mangelhaft ist oder wichtige B-Vitamine fehlen.

"Warum ist unser Kind so ein Zappelphilipp?

Man spricht von Phosphat-Kindern: Sie gleichen in ihrem Benehmen einem Zappelphilipp aufs Haar.

Man spricht von Phosphat-Kindern: Sie gleichen in ihrem Benehmen einem Zappelphilipp aufs Haar. Immer unruhig und aggressiv, lassen sie sich nur ungern in eine Gemeinschaft einfügen. In Wirklichkeit liegt dieses Verhalten aber gar nicht an einer Überempfindlichkeit von Phosphat und Phosphor, vielmehr reichert sich das Phosphat im Blut an, weil es - wegen Mangels an anderen Nährstoffen - nicht ausreichend in die Zellen hineingelangen kann. Das führt zu einem Kupferüberschuss in den Zellen. Die Folge: besagte Verhaltensstörungen. Nur wenn das richtige Zellmilieu wieder hergestellt wird, kann die vermeintliche Phosphatallergie dauerhaft beseitigt werden. Die Kinder verhalten sich wieder normal und fröhlich. 

Falsche Ernährung schadet den Augen

Essen Sie gern deftiges Eisbein? Können Sie bei Schokolade und anderen süßen Sachen schlecht nein sagen? Damit schaden Sie nicht nur der Linie, sondern leider auch Ihren Augen. Denn falsche Ernährung führt zu Ablagerungen in den Gefäßen und dadurch zu Durchblutungsstörungen. Betroffen sind davon auch die Zellen der Netzhautmitte, wo die Stelle des schärfsten Sehens liegt. Werden sie nicht mehr ausreichend über die Gefäße der Aderhaut versorgt, wird die Sehkraft immer schwächer. Dieser Entwicklung können Sie vorbeugen. Verzichten Sie vor allem auf Zucker und Alkohol, und schränken Sie tierische Fette zugunsten pflanzlicher Diätfette und -öle ein. Diese enthalten viel Linolsäure, die das Blut dünnflüssiger machen. Und bitte nicht mehr rauchen!

ZELL-MILIEU-MEDIZIN

Die quantitative und qualitative Zusammensetzung des Zytoplasmas an Nährstoffen bestimmt das Zellmilieu. Die Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren und Aminosäuren sind also die "Bausteine" des Zellstoffwechsels. Ein pathologisches Zellmilieu führt zunächst über Funktionsstörungen, mit der Zeit bis hin zu chronisch degenerativen Erkrankungen. Schlüsselworte: Zell-Milieu-Medizin, Zellstoffwechsel, Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren, Zahnmedizin, Ernährungstherapie.

Die Bausteine werden qualitativ und quantitativ mit speziellen Labormethoden, sowohl im Serum als besonders auch in den Erythrozyten bestimmt. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf das Zellmilieu aller Körperzellen schließen. Unter Zell-Milieu-therapie versteht man die Wiederherstellung eines physiologischen Zellmilieus und somit physiologischen Stoffwechsels bei diversen Erkrankungen durch individuell errechnete Substitution der Bausteine. Die Zell-Milieu-Medizin als Diagnose- und Therapieverfahren des Stoffwechsels führt zu nachweisbarer Zellregeneration und weitreichenden Heilungsschritten bei diversen Erkrankungen. Untersuchungen belegen eindeutig: 90% unserer Krankheiten sind durch Stoffwechselstörungen bedingt. Überwiegende Ursache dafür ist eine Dysbalance der Mikrobausteine (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fett- und Aminosäuren) in den Körperzellen. Der Autor nennt diese neuartige Therapie des Zellstoffwechsels: Zell-Milieu-Medizin (ZMM). Für deren Entwicklung haben außer Dr. Thalmann auch der Biochemiker Prof. A.N. Sagredos und der Internist Dr. H.J. von Leitner maßgebliche Arbeiten geleistet. Mit der ZMM wird die Dysbalance in den Körperzellen gezielt nach individuellem Bedarf therapiert. Dazu werden zunächst durch einen Laborcheck in einem Speziallabor die einzelnen Mikrobausteine in den Körperzellen (roten Blutkörperchen) analysiert und damit die Grundversorgung des Menschen an diesen Stoffen bestimmt. Hierdurch werden Rückschlüsse auf das Milieu (= Zusammensetzung) der Zellen möglich. Ein zusätzliches Serumprofil lässt Aussagen über die Resorptionsverhältnisse zu. Als erster Schritt werden die defizitären Mengen an Mikrobausteinen in den Körperzellen ausgeglichen und somit die Grundversorgung des Menschen ausbalanciert. Entscheidend ist dann als zweiter Schritt die gezielte Therapie mit Mikrobausteinen entsprechend dem individuellen Krankheitsbild und somit dem individuellen Bedarf, der sich durch engmaschige Therapiekontrollen verifizieren lässt. Wird das Zellmilieu somit normalisiert, laufen die Stoffwechselprozesse wieder ungestört ab und Heilungsprozesse finden statt. Wichtig ist: Das Krankheitsbild jedes Menschen zeigt einen individuellen Verbrauch an Mikrobausteinen. Daher muss auch individuell ausgeglichen werden. Ungezielte Gaben der Bausteine oder ein alleiniger Ausgleich der Grundversorgung nach Laboranalyse der Mikronährstoffe schaden mehr, als dass sie nützen. Überschüsse werden nicht einfach ausgeschieden - einige Nährstoffe reichern sich in den Zellen an und behindern sogar die Aufnahme anderer und vergrößern dann die Dysbalance. Auch bei schwersten Krankheiten wurden in klinischen Studien unerwartet gute Therapieerfolge bestätigt. So konnten Kuklinski und Mitarbeiter in mehreren Studien nachweisen, dass akute schwere Lebererkrankungen, deren Sterblichkeit mit alleiniger konventioneller Therapie bei ca. 40% liegt, mit Hilfe der Therapie-Kriterien der ZMM auf 6% Sterblichkeit reduziert werden und akute Bauchspeicheldrüsen- Entzündungen von ca. 35% Sterblichkeit mit alleinigen konventionellen Methoden auf unter 5% mit Hilfe der ZMM-Kriterien. Diese Ergebnisse wurden in Studien in Dresden und in Schweden bestätigt. Bedeutsam sind die belegten Ergebnisse insbesondere bei chronischen Erkrankungen. Die Krankheiten aller Organsysteme von A bis Z, von Allergien über Herz-, Kreislauf- und Infektionserkrankungen bis hin zu Krebs, Rheuma und Zuckerkrankheit sind letztlich Folgen eines gestörten Stoffwechsels. Die erzielte kürzere Krankenhausverweildauer, geringere Operationsrate und Einsparungen teurer Medikamente und des Apparateeinsatzes sind ökonomisch gerade für die Zukunft wichtige Ergebnisse. Allein die mögliche Herabsetzung um nur eine Pflegestufe bei Dauerhilfsbedürftigen ließe Millionenbeträge einsparen.

Dysbalancen an nutritiven Substanzen bestehen bereits weit im Vorfeld manifester Erkrankungen und durch rechtzeitige gezielte Therapie sind viele Erkrankungen vermeidbar. Die ZMM gibt also die Chance einer exakten, kontrollierbaren Prophylaxe. Denn entscheidend wichtig für die Gesundheit sind Aufbau, Erhalt und Erneuerung unserer Körperzellen sowie Energiegewinnung, Regeneration und Entgiftung. Diese unvorstellbar komplexen biochemischen Stoffwechselprozesse können nur ungestört von den ca. 70 Billionen Zellen geleistet werden, wenn ihr Milieu ausbalanciert ist. Eine längerfristige Dysbalance führt zu Störungen des Stoffwechsels. Die Krankheitskarriere nimmt ihren Lauf. Zunächst spüren Betroffene nur allgemeine Unpässlichkeiten und Unwohlsein, später kommt es zu funktionellen Störungen. Auch Schmerzzustände stellen sich ein. Nach längerer gravierender Dysbalance werden aus Störungen akute und schließlich chronische Erkrankungen. Hauptursachen der Dysbalance der Nährstoffe sind falsche und einseitige Ernährungsgewohnheiten. Auch bringt die industrielle Erzeugung und Bearbeitung der Nahrung und das Nachreifen von Obst und Gemüse in Kühlketten nährstoffarmes Essen auf unsere Teller. Auch übermäßiger Stress, Hochleistungen im Sport und vielen Berufen führen zu einer enormen Steigerung des Bedarfes an Nährstoffen, was auch bei Einnahme vieler Medikamente, Drogen und Genussgifte zu beobachten ist. Selbst eine ausgewogene Nahrung deckt oft nicht den tatsächlichen Bedarf an Nährstoffen, die zur Entgiftung der Umweltgifte vermehrt verbraucht werden. Einen erheblich gesteigerten Bedarf haben wir auch für Reparaturprozesse bei Krankheiten und für den Abwehrkampf gegen Bakterien, Viren, Pilze und insbesondere zur Vernichtung von Krebszellen. Mit der ZMM haben wir die Chance, ein aktives Leben voller Vitalität und Gesundheit zu führen und bei schweren bislang therapieresistenten Krankheiten deutliche Heilungsschritte zu erreichen. Besonders wichtig ist die Tatsache, dass eine gezielte Nährstofftherapie mit Hilfe der ZMM keine Nebenwirkungen zeigt. Physiologie des Zellmilieus. Ein physiologischer Stoffwechsel stellt die Voraussetzung für das Funktionieren jeglicher Zellen dar. Unter Stoffwechsel versteht man die biochemischen Reaktionen in den Zellen. Ziel und Sinn jedes Stoffwechsels ist die Bereitung von Energie für das Lebewesen, die Zellerhaltung, Zellentgiftung, Zellregeneration und Zellerneuerung. Hierfür braucht jede Zelle Grundbausteine, aus denen körpereigene Stoffe bzw. Bedarfsstoffe für den Energiestoffwechsel hergestellt werden. Für tierische Zellen sind als Bausteine Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren, Vitamine, Wasser, Zucker und Sauerstoff unbedingt notwendig. Die Synthese großer und komplexer Moleküle aus den kleinen einfachen Bausteinen ist nur über Enzyme und Co-Enzyme möglich, sie organisieren die Koordination von Katabolismus und Biosynthese und können nur ausreichend aktiv werden, wenn entsprechende Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente vorhanden sind, wobei einige Vitamine selbst als Enzym bzw. Co-Enzym dienen. Fettsäuren und Aminosäuren sind teils Bestandteile dieser Enzyme bzw. werden zur Synthese von Hormonen und Gewebshormonen und körpereigenem Eiweiß benötigt. Das Zellmilieu wird also durch die qualitativen und quantitativen Mengen an "Bausteinen" bestimmt. Nur bei physiologischem Zellmilieu können die Funktionsmöglichkeiten des Zellstoffwechsels physiologisch gesteuert werden. Krankheit und pathologisches Zellmilieu. Das Zellmilieu ist physiologisch, wenn in den Zellen die spezifischen Speicher für die einzelnen Bausteine, die so genannten "Poole", ausreichend gefüllt sind. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen bedeutet eine Erkrankung auf zellulärer Ebene, dass das Milieu der erkrankten Zellen und somit auch die elektrochemischen Eigenschaften der Zellmembranen und Zellorganell-Membranen gestört sind. Ursache bzw. Folge dieser Störungen sind u.a. pathologische bzw. unphysiologische Verschiebungen im Bereich des Zellmilieus an den Bausteinen. Die Carrier-Systeme und Transmitter können von derart elektrisch veränderten Zellen nicht in ausreichendem Maße gebildet werden. Dieses gilt für alle Körperzellen. Geringere Mängel an bestimmten Bausteinen können zunächst durch kompensatorische Kombinationen von Regulationsmechanismen für einige Zeit überbrückt werden. Wenn diese Mängel aber länger bestehen oder große Mangelzustände auftreten, kommt es zu pathologischen Veränderungen des Stoffwechsels und somit zu einer pathologischen Entwicklung der Stoffwechselreaktionen. Wenn der Zellstoffwechsel also Mangelzustände nicht mehr kompensieren kann, kommt es zur Entwicklung von Krankheiten, die sich zunächst nur mikroskopisch bemerkbar machen, sich dann in unspezifischen Mangelsymptomen äußern und schließlich mikroskopische Stoffwechsel- und Organveränderungen entwickeln. Auch das Immunsystem wird durch Fehlernährung geschwächt. Starke Verletzungen, operative Eingriffe, Infektionen, angeborenes oder erworbenes Malabsorbtions-Syndrom, Enzymdefekte, Genussgifte und andere Vergiftungen führen über einen erhöhten Verbrauch bzw. verminderte Resorption zu Mangelzuständen an Bausteinen. In der Schwangerschaft und Stillzeit ist der Vitaminbedarf zwischen 20 und 100% täglich erhöht. Untersuchungen bei Risikoschwangerschaften haben gezeigt, dass Schädigungen des Embryos bei ausreichender Versorgung der Mutter mit Zellbausteinen vermieden werden können. Sauerstoffradikale spielen als Oxydantien eine wichtige Rolle in der Entstehung von degenerativen Erkrankungen, Allergien, Diabetes, Rheuma, Herz- und Gefäßkrankheiten, akuten und chronischen Infektionen bis hin zu Krebs. Freie Radikale sind Atome, Moleküle oder Ionen mit einem oder mehreren ungepaarten Elektronen, z.B. Peroxide wie Superoxid, Wasserstoff-Peroxid, Hydroxyl-Radikale. Für die Energiegewinnung des Menschen ist dabei die so genannte Knallgasreaktion, d.h. die Verbindung von Sauerstoff und Wasserstoff zu Wasser über eine komplizierte Stoffwechselkaskade von besonderer Bedeutung. In dieser Stoffwechselkaskade treten vermehrt Sauerstoff-Radikale - genannt "Freie Radikale" auf, die mit Hilfe von Enzymen wie z. B. Superoxiddismutase, Glutathionperoxidase und Katalase letztlich zu Wasser reduziert werden. Sowohl für die enzymatischen Stoffwechsel-Kaskaden sind eine ganze Reihe von Enzymen notwendig, die ihrerseits aus Vitaminen, Mineralstoffen und an ihren aktiven Zentren aus Spurenelementen bestehen, als auch so genannte Antioxidantien, die die Freien Radikale einfangen und somit deren schädliche Wirkungen verhindern bzw. bereits entstandene Schäden wieder reparieren. Freie Radikale entstehen im Körper also bereits beim normalen Stoffwechsel des Sauerstoffs und somit vermehrt bei körperlichen Belastungen und Hochbelastungen. Allgemein führt ein erhöhter Energieumsatz zu vermehrten Freien Radikalen. Aber auch bei der Abwehr von Bakterien, Viren und Pilzen sowie zur Entsorgung abgestorbener Zellen treten vermehrt Freie Radikale auf. Ein ca. 8-stündiges Sonnenbad führt zu einer Vermehrung der Freien Radikale durch UV-Licht für etwa 8 Tage um das Tausendfache. Aber auch radioaktive und kosmische Strahlen, Arzneimittel (z.B. Sulfonamide, Antibiotika, Cytostatika), Chemotherapie und Strahlentherapie, Umweltgifte (Ozon, SO2, O2, Pestizide, Smog, FCKW, Autoabgase, Dieselruß, etc ), Insektenvertilgungsmittel ( z.B. Isozyanate), Schwermetalle, Drogen, Alkohol und Tabak führen zu vermehrten Freien Radikalen. Diese Freien Radikale verändern Zellen und Zellstrukturen sowie insbesondere auch Zellmembrane. Es kommt zu schwerwiegenden Schädigungen der DNA, RNA, zur Oxidation der Phospholipide und der Carrier-Proteine der Zellmembran. Freie Radikale oxidieren Fettsäuren und insbesondere LDL-Cholesterin, wodurch die Arteriosklerose mit allen Folgekrankheiten entsteht. Auch Proteine und Enzyme werden oxidiert und Zellen altern sehr viel schneller, was sich auch auf der Haut durch die so genannten ""Altersflecken"", d.h. A4-Amyloide in Haut- und Nerven bemerkbar macht. Auch degenerative Erkrankungen, Katarakt, Präkanzerosen und somit auch Tumorzellen sind auf die vermehrte Wirkung von Freien Radikalen zurückzuführen. Allgemein kann man sagen, dass die Schäden, die Freie Radikale an und in den Körperzellen anrichten, den Schäden entsprechen, die Sauerstoff an Eisen erzeugt, nämlich "Rost und Korrosion". In der Medizin werden die Schäden durch vermehrte Bildung von Freien Radikalen ""oxidativer Stress"" genannt. Diese Freien Radikale stören das Gleichgewicht zwischen den Enzymen und ihren Inhibitoren, welche Methionin enthalten, das durch freie Radikale besonders leicht oxydiert wird. Durch das relative Überwiegen der aktiven Enzyme kommt es zum vermehrten Katabolismus. Die Enzyme Glutathionperoxidase, Superoxiddismutase und Katalase, die als Zentralatome Selen, Kupfer und Zink enthalten, wirken als Radikalfänger (Scavenger-Enzyme). Auch die Vitamine A, C und E wirken als "Elektronenfänger". So schützt ein einziges Molekül Vitamin E z.B. 1.000 Phospholipidmoleküle der Zellmembran. Damit die Oxydationskaskade ungestört ablaufen kann, werden alle Bausteine gleichmäßig in physiologischer Konzentration benötigt. Viele Medikamente, Stickoxyde, Schwefeldioxyd, Metalldämpfe, Pestizide und Halogene fördern den oxidativen Abbau. Auch allein ein einziger Zug an einer Zigarette fuhrt dem Körper 1014 Freie Radikale zu. Auch Ozon gehört zu oxidativen Belastungen. ß-Carotin ist der wirksamste Fänger von Singulett-Sauerstoff. ß-Carotin inaktiviert nicht nur freie Sauerstoffradikale, sondern erhöht auch die Immunkompetenz durch eine Umkehrung der Interferonhemmung durch Tumorsubstanzen. Oxidative Schäden an Zellmembranen und Nukleinsäuren sind an der Pathogenese vieler Erkrankungen beteiligt. Als Schutzmechanismus funktionieren die vitamingesteuerten Redoxsysteme. Dabei müssen mehrere Redoxsysteme kaskadenartig zusammenwirken, da diese Systeme nur im Zusammenhang regenerieren können. Dieses Phänomen nennt man "Redoxcoupling" . Zu den so genannt antioxidativ wirkenden Substanzen gehören Zink, Kupfer, Eisen, Selen, Mangan, Vitamin A, Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B2, Vitamin B3, die Aminosäuren Glutathioncystein, Methionin und einige Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren. Vitamin A fängt die Freien Radikale ab, senkt das Tumorwachstum und verringert die Onkogenausschüttung der Tumorzellen. Es ist nötig für die Zellreifung und schützt Haut und Schleimhäute. Es erhöht außerdem die Immunantworten und ist somit besonders wichtig gegen Viruserkrankungen sowie für Entgiftungsprozesse. Beta-Carotin vermindert die Freien Radikale (1 Molekül eliminiert 1000 Moleküle FR), schützt die Zellwand von außen gegen Freie Radikale und blockiert deren Kettenreaktion. Die Bildung der Leukotriene aus gesättigten Fettsäuren wird durch Beta-Carotin gehemmt und der Singulett-Sauerstoff inaktiviert. Die Zell-Zellkommunikation wird mit Hilfe der Beta-Carotine über gap-junctions verbessert, die Bildung der Fresszellen (Makrophagen) wird angeregt. Außerdem vermindert das Beta-Carotin Fehler im Erbmaterial (Mutagenität) sowie Hautreaktionen durch UV-Licht, Röntgen- und Strahlentherapie. Leukoplakien (Krebsvorstufen auf Haut und Schleimhäuten) werden ebenso vermindert wie die Ausbreitung von Krebszellen. Durch das Beta-Carotin wird die Zahl der natürlichen Killerzellen (NK) erhöht und die Kettenreaktion der Freien Radikale blockiert. Die durch Tumorzellen ausgelöste Interferon-Hemmung wird rückgängig gemacht. Wenn Gallensäuren, Fettsäuren, Aminosäuren, Antioxidantien und Zink vorhanden sind, kann das Beta -Carotin in Vitamin A umgewandelt werden (6 x Beta-Carotin = 1 x Retinol). Vitamin C zerstört ebenfalls die Freien Radikale und senkt die Neubildungsrate von Tumorzellen. Außerdem ist es der wichtigste Nährstoff für Fresszellen (Makrophagen) und verhindert die Bildung krebserregender Nitrosamine aus Nitrat und Nitrit. Das Immunsystem wird mit Hilfe des Vitamin C verstärkt und es ist wichtig für Entgiftungsprozesse. Vitamin E schützt die Phospho-Lipide der Zellmembran (1 Molekül Vit. E schützt 1000 Phospho-Lipid-Moleküle). Die Zellen werden vor unregelmäßigem Wachstum sowie vor Entartung geschützt. Es ist wichtig für die Fresszellen und stärkt das Immunsystem. Ungesättigte Fettsäuren werden vor Oxidation geschützt (""ranzige"" Fette), die Bildung der Leukotriene aus PG2 (aus gesättigten Fettsäuren) wird verhindert. Außerdem schützt Vitamin E vor Präcancerosen sowie vor Herz- und Gefäßkrankheiten. Selen vermindert die Freien Radikale, behindert das Tumorwachstum und verlangsamt die Zellteilungsrate. Es schützt die DNA und RNA. Selen und Aminosäuren zusammen unterstützen das Vitamin C. Die Mutagenität wird vermindert, die Immunantworten erhöht. Zusammen mit Vitamin E vermindert Selen das Mamma-CA-Risiko auf 1. Es ist aktiver Bestandteil der Glutathion-Peroxidase und ist wichtig für Entgiftungsprozesse. Kupfer ist wichtig für mehr als 20 Enzyme sowie für das Immunsystem und für Entgiftungsprozesse. Im Enzym SOD (Superoxid-Dismutase) wirkt es als Freie Radikalen-Fänger. Zink schützt die Zellmembran als Co-Faktor von 24 Enzymen gegen Freie Radikale und ist für über 70 Enzyme im Zellstoffwechsel notwendig. Es schützt die DNA und RNA und sorgt für normale Zellteilung. Im Enzym SOD wirkt Zink zusammen mit Kupfer und Mangan als Freie Radikale-Fänger. Es ist notwendig für die Bildung spezifischer Antikörper sowie für Entgiftungsprozesse. Zink stärkt das Immunsystem und sorgt für schnelle und ungestörte Wundheilung. Die Aktivität der Fresszellen wird angeregt. Essentielle Fettsäuren sind notwendig zur Bildung der Zellmembranen. Zusammen mit Phosphor sorgen sie für die Synthese der Phospho-Lipide. Sie sind wichtig für die Bildung von Enzymen, Hormonen, Gewebshormonen und Gallensäuren. Bei den ungesättigten Fettsäuren spielen insbesondere die Linol- und Arachidonsäure eine große Rolle für die Synthese von Hormonen, Gewebshormonen, Gallensäuren, Enzymen sowie für die Fettsäureanteile der Zellmembranen. Wichtig sind ungesättigte Fettsäuren auch für die Bildung der Tränenflüssigkeit. Gerade Menschen, die Kontaktlinsen tragen oder an "trockenen Augen" leiden, brauchen vermehrt essentielle Fettsäuren sowie Pantothensäure, Vitamin B6, Vitamin C und Zink. Die wichtigste doppelt ungesättigte Fettsäure ist die Linolsäure, weil aus ihr Linolen- und Arachidonsäure in ausreichendem Maße synthetisiert werden können, wenn das Zellmilieu stimmt. Aus Arachidonsäure werden PG 2 und Leukotrien gebildet, vermehrt noch unter krankhaften Bedingungen wie zum Beispiel Entzündungen. PG 2 und Leukotrien sorgen für Rötung, Schmerz und Schwellung im entzündeten Gewebe. Bei der Leukotrien-Bildung entstehen gleichzeitig "Freie Radikale". Bei vielen Erkrankungen treten die Leukotriene vermehrt auf, wie zum Beispiel bei Asthma, Schuppenflechte, Bluthochdruck und Störungen im Immunsystem. Vermehrte Nahrungszufuhr von Zucker, Alkohol, gesättigten Fettsäuren sowie zuviel ultraviolette Strahlen bei übermäßigen Sonnenbädern führen zu einer vermehrten Bildung des ungünstigen PG 2, ebenso eine Reihe von Medikamenten (zum Beispiel Aspirin). Eicosapentaensäure (EPA) hemmt die Biosynthese von PG 2 und der Leukotriene. Letztlich bestimmt also die Nahrungszusammensetzung die Mengenverhältnisse des günstigen PG 1 und ungünstigen PG 2 im Körper. Beobachtungen zeigen, dass Menschen mit zunehmendem Alter immer weniger nützliches PG 1 im Verhältnis zu PG 2 bilden können, daher benötigen sie besonders viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren, aus denen PG 1 entsteht. Essentielle Fettsäuren sind notwendig für das Immunsystem ebenso wie für Entgiftungsprozesse. Sie bieten Schutz vor Herz-Kreislauferkrankungen und schützen die Darmzellen vor Entartung. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind wichtig für die Energiegewinnung. Allein der Herzmuskel erzeugt etwa 70 Prozent seiner Energie aus diesen Fetten. Eine besonders gute Wirkung wird der Gamma-Linolensäure (GLA) in schwarzen Johannisbeeren und aus den Samen der Nachtkerzen beigemessen. Hat die Mutter viel GLA, enthält auch die Muttermilch sehr viel Gamma-Linolensäure. Diese gestillten Babys haben seltener Milchschorf und Neurodermitis als die "Flaschenkinder" denn die Kuhmilch enthält keine GLA. Auch Erwachsenen mit Neurodermitis fehlt insbesondere GLA. Essentielle Fettsäuren sind neben der mehrfach ungesättigten Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA), aus Fischen auch die ungesättigte Linolsäure und Arachidonsäure. Die Samen von Soja und Raps enthalten auch etwas EPA. Alpha-Linolensäure (ALA) kommt in dem Öl von Lachsen vor. Je kälter das Meereswasser ist, desto höher ist der Anteil an EPA in den Fischen als "Gefrierschutz". Diese Fettsäuren sind für die Zellmembranfunktionen besonders wichtig. Dank der verhältnismäßig hohen Seefischmengen in der Nahrung nehmen die Eskimos besonders viel EPA, DHA und teilweise auch ALA zu sich, außerdem Selen. Die Ureinwohner Grönlands, die zu Dänemark gehören, haben 10 mal so selten Herzinfarkt, Arteriosklerose und erhöhten Blutdruck wie die Einwohner Dänemarks auf dem Festland. Außerdem leiden die Eskimos relativ selten an Krebserkrankungen. Diese positiven Kreislaufergebnisse zeigen aber nur die Eskimos, die noch hauptsächlich Fisch essen. Auch Japaner, die ebenfalls sehr viel Fisch essen, haben im Durchschnitt bessere Kreislaufverhältnisse als wir in den westlichen Industriestaaten. Da Fische heute durch die Meeresverschmutzung zunehmend Schwermetalle enthalten, ist es wichtig zu wissen, dass die Entgiftungsfunktionen von Leber und Niere bei einem normalen Zellmilieu so optimiert sind, dass diese Schwermetalle entgiftet und ausgeschleust werden. Aus den mehrfach ungesättigten Fettsäuren wird das "Gewebshormon" PG 1 gebildet, wenn genügend Vitamin B 1, B6, Zink und Magnesium in den Speichern der Zellen vorhanden sind. PG 1 sollte bei bestehenden Herz- und Gefäßkrankheiten besonders vermehrt gebildet werden, denn es senkt Cholesterin und verhindert das Aneinanderlagern von Blutplättchen (Thrombose). Da es die Gefäße erweitert, senkt es erhöhten Blutdruck und wirkt Herz- und Kreislauf - Erkrankungen entgegen. Mangel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren führt zu einem Mangel an PG1, was viele Krankheiten in ihrer Entstehung begünstigt. Magen- und Darmkrankheiten, Neurodermitis, Psoriasis, Arthritis, Migräne, Autoimmunkrankheiten, Rheuma, Darmkrebs, Brustkrebs, Diabetes, Entzündungen, Infektanfälligkeit, Grippe, Erkältungskrankheiten, Asthma, Allergien, Nasennebenhöhlenentzündungen, Nierenerkrankungen und Multiple Sklerose, prämenstruelles Syndrom, Störungen der Regelblutung und Sonnenbrand. Einige Tage vor Einsetzen der Regel bemerken viele Frauen eine Gewichtszunahme durch Einlagerung von Wasser ins Bindegewebe sowie ziehende Schmerzen in den Brüsten oder auch im Unterbauch. Stimmungsmäßig zeigen sie eine vermehrte Reizbarkeit und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, die manchmal 1 bis 2 Wochen vor der Menstruation auftreten können. Bei einigen Frauen sind diese Symptome auch mit Akne und Hautekzemen verbunden. Diesem Syndrom liegt meist eine Mangelkombination aus Linolensäure, Eicosapentaensäure (EPA) und Vitamin B6 zugrunde. Bei der Zuckerkrankheit sieht man mit zunehmender Dauer der Erkrankung häufig Störungen insbesondere der Augen, des Herzens, der Gefäße und der Nieren. Durch gezielte Gaben von essentiellen Fettsäuren sowie von meist fehlendem Zink, Kupfer und diversen anderen Bausteinen lassen sich diese Folgeschäden sehr häufig weitgehend vermeiden und sogar wieder bessern. Aminosäuren werden über den Darm aufgenommen und im Körper zu körpereigenen Eiweißstrukturen zusammengesetzt, wobei jedes Eiweiß (Protein) aus verschiedenen Sequenzen von Aminosäuren zusammengesetzt wird. Man könnte sagen, dass das Leben aus verschiedenen Kombinationen der 21 Aminosäuren geschrieben wird. Wie ein Buch aus den 26 Buchstaben des Alphabets. Ein 75 Kilogramm schwerer Mensch besteht aus etwa 14 Kilogramm Eiweißen. Die Körperzellen werden ständig repariert und erneuert. nach Forschungen in Zusammenarbeit mit Prof. A.N. Sagredos (NATEC Institut, Hamburg) beträgt der tägliche Mindestbedarf eines 75 Kilogramm schweren Erwachsenen etwa 30 Gramm, der Tagesbedarf 90 bis 100 Gramm. Schwangere und Stillende brauchen etwa die 1,5-fache Menge, Kinder und Jugendliche das Doppelte. Die Aminosäuren sind insgesamt für den Stoffwechsel des Körpers unerlässlich. So ist beispielsweise das körpereigene Eiweiß der Muskeln aus Aminosäuren aufgebaut. Ferner werden alle Enzyme, Hormone, Blutzellen und vieles mehr zu wesentlichen Teilen aus Aminosäuren hergestellt. Zum Beispiel besteht auch das Eiweiß Hämoglobin, der Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen, aus einer Kombination von 580 Aminosäuren. In der Eiweißstruktur gibt es charakteristische Ketten und Raumstrukturen. Langgestreckte Eiweißketten finden wir in den Stütz- und Struktursubstanzen, wie zum Beispiel Keratin, Collagen, Elastin und so weiter. Keratin ist der wesentliche Bestandteil der Haare und Nägel. Collagen gibt dem Bindegewebe eine feste Struktur. Globuline sind für die körpereigenen Abwehrstoffe besonders wichtig. Albumine sind so genannte Carrier, also Transport- und Botenstoffe. Die Aminosäuren werden in essentielle (lebensnotwendige) und nicht essentielle (nicht unbedingt lebensnotwendige) Aminosäuren unterteilt. Essentiell sind die acht Aminosäuren Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan, Valin. Eine Sonderrolle als Durchgangsstationen des Aminosäuren-Stoffwechsels spielen Histidin und Ornithin. Bedingt lebensnotwendig sind Cystin und Tyrosin. Als nicht essentiell gelten Arginin, Alanin, Asparaginsäure, Glutaminsäure, Glutamin, Glycin, Prolin und Serin, weil diese Aminosäuren aus den essentiellen Aminosäuren bei Bedarf gebildet werden können. Es zeigt sich aber immer deutlicher, dass auch diese Aminosäuren unbedingt in ausreichenden Mengen zugeführt werden müssen. Wenn nicht genügend Salzsäure und Bauchspeicheldrüsenenzyme vorhanden sind, werden die Nahrungseiweiße- statt verdaut zu werden - von Bakterien im Darm zersetzt, wodurch vermehrt Darmgase auftreten. Dabei entstehen Stoffe, die für den Stoffwechsel des Körpers wiederum giftig sind und auch das Wachstum schädlicher Bakterien im Darm fördern, mit denen wir nicht in Symbiose (Lebensgemeinschaft) leben. Diese unphysiologischen Darmbakterien rauben viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Fettsäuren. Die gesamte Verdauung und somit der Stoffwechsel kommen hierdurch aus dem Gleichgewicht. Die Synthese dieser Eiweißstrukturen ist gestört, wenn auch nur eine einzige essentielle Aminosäure in nicht ausreichender Menge vorhanden ist. Deshalb müssen ständig alle essentiellen Aminosäuren in ausreichender Menge im Serum des Blutes und insbesondere im Zellmilieu vorhanden sein. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es besonders wichtig, mit der Nahrung zumindest die essentiellen, möglichst aber alle Aminosäuren zu sich zu nehmen. Dabei sollten pflanzliche (zwei Drittel) und tierische Eiweiße (ein Drittel) gut gemischt sein, denn die verschiedenen Nahrungsmittel haben sehr unterschiedliche Anteile an den einzelnen Aminosäuren. Aminosäuren sind gegen Erhitzen relativ empfindlich. Bereits bei 43 Grad Celsius beginnen sie, sich unwiederbringlich zu verändern (denaturieren). Dadurch werden sie für die Eiweißsynthese im Körper zum Teil unbrauchbar und können nur noch als Energiespender benutzt werden. Die Aminosäure Methionin ist wichtig für Entgiftungsprozesse und repariert die DNA und RNA. Sie ist notwendig für den Selentransport sowie für die Synthese vieler Enzyme. Die Freien Radikale werden abgefangen. Die Aminosäuren Glutaminsäure, Cystin und Glycin sind Hauptbestandteile des Enzyms Glutathion-Peroxidase, das im aktiven Zentrum auch Selen enthält. Glutathion-Peroxidase repariert DNA und RNA. Es wird dabei oxidiert, aber durch die Glutathion-Reduktase wieder reduziert, wenn genügend Vitamin B2 vorhanden ist. Diese Baustoffe spielen somit für die Prophylaxe und die Nachbehandlung bzw. Mitbehandlung bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Eine große Anzahl verschiedener Arzneimittelgruppen beeinträchtigen die Resorption der Bausteine, insbesondere der Vitamine im Gastrointestinal- Trakt. Insbesondere Frauen, die östrogenhaltige Contrazeptiva einnehmen, zeigen einen starken Vitamin B6- Mangel sowie einen Nicotinsäure- und Folsäuremangel. Bei Vitamin B6- Mangel kommt es in der Folge zur verminderten Synthese der biogenen Amine Tryptamin und Serotonin. Dieses führt zu psychischen Verhaltensänderungen über Gereiztheit und Nervosität bis hin zu Depressionen Darüber hinaus führt eine Strahlentherapie zu erheblichem Vitamin B6- Mangel und über eine Störung der Darmflora infolge der Strahlentherapie des weiteren zu Mängeln an Vitamin B12 und Folsäure. Alkoholkonsum führt zu Mängeln an den Vitaminen B1, B6 und Folsäure sowie Kalium, Magnesium, Zink, Pantothensäure und Niacin, Phosphor und Vitamin D sowie mehreren Aminosäuren. Sehr große Mängel an den Bausteinen entstehen ebenfalls bei der HämodiaIyse sowie bei Hyperthyreose, chronischem Fieber, sehr starkem Wachstum und Drogenabhängigkeit. Einseitige Ernährung führt zu Mangel an Nährstoffen sowie zu erhöhtem Verbrauch von z.B. Vitamin B6 durch viele Eiweiße oder Vitamin E durch viele Fettsäuren. Mängel an nutritiven Substanzen werden bedingt durch Mangel an Magensäure, Gallensäuren und Bauchspeicheldrüsen-Enzymen. Ein Mangel am intrinsic factor im Magen führt zu Vit. B12-Mangel. Darmentzündungen sowie eine pathogene Magen-Darmflora führen ebenso zu Mängeln an nutritiven Substanzen wie angeborene und erworbene Enzymdefekte. Ein erhöhter Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fett- und Aminosäuren besteht bei Hochleistungen (z.B. Beruf, Sport, Haushalt), Hitze oder Kälte, chronischen und akuten Erkrankungen, Medikamenteneinnahme, Umweltvergiftungen, Schwangerschaft und Stillzeit, in der Wachstumsphase, bei Tumorerkrankungen, Chemotherapie, Strahlentherapie, Operationen. Wenn die in der Nahrung aufgenommenen gebundenen Nährstoffe durch die Verdauungsvorgänge nicht freigesetzt werden können ( = Transportdefekte). Freie Nährstoffe müssen in Medikamentenform gezielt zugesetzt werden. Jede kleine Verschiebung der Elektrolyte nach oben oder unten ist mit schwerwiegenden Folgen behaftet. Auf der anderen Seite führt eine Überversorgung an bestimmten Bausteinen zu subtoxischen oder gar toxischen Stoffwechselreaktionen bis hin zu Krankheiten. Zwar kommen subtoxische und toxische Versorgungszustände bei der üblichen Ernährungsweise in Europa praktisch nicht vor, aber mangelhafte bzw. suboptimale Bausteinversorgung des Menschen tritt selbst bei Übergewichtigen und schon bei Kindern in den westlichen Industrienationen auf. In diesen Ländern werden vermehrt kalorienreiche Lebensmittel konsumiert, und gerade in diesen ist die Nährstoffdichte wie auch in der durchschnittlich praktizierten Ernährungsweise nicht für alle Bausteine ausreichend. Hinzu kommt, dass die Aufnahme der Bausteine teils synergistisch teils antagonistisch erfolgt, d.h. nur wenn ein bestimmter Baustein vorhanden ist, sorgt dieser auch dafür, dass bestimmte andere Stoffe aufgenommen werden können, bzw. die übermäßige Aufnahme eines Stoffes kann zur Behinderung der Aufnahme anderer Baustoffe fuhren. Die suboptimale und die mangelhafte Bausteinversorgung des Menschen zeigt erwiesenermaßen Krankheitswert. Die Analysen von ca. 8.000 Patienten mit den unterschiedlichsten Krankheiten zeigen auch statistisch signifikante gravierende Mangelkombinationen für spezifische Erkrankungen. Kleinere Mangelzustände zeigen bei den verschiedenen Krankheitsbildern dagegen eine große Streubreite. Dagegen zeigen sich bei Depressionen z.B. besonders eklatante Mängel an Magnesium, Kupfer, Zink, Vitamin B1, B6, B12, Folsäure und Niacin, bei Diabetes Mellitus insbesondere Mängel an Magnesium, Kalium, Zink, Eisen, Kupfer, Vitamin E, Omega-3-Fettsäuren sowie den Aminosäuren Cystin und Methionin. Der Altersstar ist im wesentlichen auf signifikante Mängel an Vitamin C, D und Beta-Carotin zurückzuführen. Bei erhöhten Cholesterin- LDL-Cholesterin- und Triglyceridwerten fehlen insbesondere die Vitamine B6, B1 und Panthothensäure, Kalium, Calcium, Magnesium, Zink und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Eicosapentaensäure, Docosapentaen- und Docosahexaensäure. Leichtere Mängel zeigen sich durchschnittlich bei den Vitaminen A, E, C, Biotin und Beta-Carotin sowie an Natrium, Kupfer, Chrom und Selen. Durch die Zell-Milieu-Medizin können erhöhte Lipide bis zu einem Prozentsatz von ca. 70% bis zu Normalwerten abgesenkt werden, wodurch auch eine deutliche Gewichtsabnahme herbeigeführt wird. Gehen die Hyperlipidämien mit Hypertonie einher, können durch die individuelle Supplementierung ausgeprägte Blutdrucksenkungen erreicht werden. Auch psychomotorisch auffällige Kinder verhalten sich wieder ausgeglichen und selbst röntgenologisch nachgewiesene Defekte an Knorpel und Knochen zeigen nachweisbare weitreichende Regeneration. Herz- und Kreislauferkrankungen zeigen gravierende Mängel an Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Selen, Vitamin B1, B6, A, E, Folsäure, Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren. Häufig wird auch ein Überschuss an Natrium, Calcium und Vitamin D vorgefunden. Auch die Zahnheilkunde bietet auf engstem anatomisch-topographischen Raum einen sehr guten Einblick in sehr große Teile des gesamten Stoffwechsels. So bietet sich die Möglichkeit, den Gesundheitszustand der Gesichtshaut, Schleimhäute, Lippenhaut, Zunge und Rachenbereich zu inspizieren. Der Tonus der Muskeln für den Kauapparat lässt Rückschlüsse auf den Stoffwechsel der gesamten Muskulatur, die Zähne und Kieferknochen auf die Mineralisationsbalance des gesamten Skelettsystems zu. Ein Gleichgewicht der Aktivitäten von Odontoblasten und Osteoblasten auf der einen Seite und Odontoklasten und Osteoklasten auf der anderen Seite ist abhängig von einem sehr sensiblen Gleichgewicht der gesamten mikronutritiven Substanzen und deren Stoffwechselkaskaden. Auch Karies ist letztlich eine Störung des lokalen Gleichgewichtes zwischen entkalkenden sauren und neutralisierenden, mineralisierenden und demineralisierenden Komponenten auch im Speichel. Schwächen des Immunsystems zeigen sich in Entzündungen des Zahnfleisches und im Zahnherdgeschehen. Zwischen Mundflora und Flora des Intestinums besteht eine intensive Wechselwirkung, die insbesondere abhängig von den Vitaminen B12, C, B8, B9 und der Aminosäure Methionin ist. Das Immunsystem kann nur ausreichend funktionieren, wenn die o.a. Antioxidantien ausreichend vorhanden sind sowie Chlor, Lysin, Ornithin, Glutaminsäure und das Co-enzym QlO. Für die Wundheilung im Bereich der Haut, der Schleimhäute und des Zahnfleisches sind besonders wichtig die Vitamine A, C, E und B9 sowie Co-enzym QIO, Calcium, Kupfer, Eisen und Cystin. Besondere Schwellungen an Schleimhäuten und an der Zunge treten auf bei Mängeln an den Vitaminen A, C, E und B 1 sowie Calcium und Eisen. Für Zähne, Knochen, Knorpel, Muskulatur und die Gelenksfunktionen sind insbesondere hervorzuheben die Vitamine D (Aktivierung zu Vitamin D3) und A sowie Chlor, Natrium, Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Kupfer, Lithium, Molybdän, Vanadium und Threonin. Die Blutgefäße und das Bindegewebe sind besonders angewiesen auf ausreichende Mengen an Vitamin C, E und Pantothensäure sowie auf Zink, Magnesium, Selen, Silicium und Germanium. Da Intoxikationen wie z.B. Quecksilber, Palladium, Kadmium und Blei, aber auch DDT, Alkohol, Insektizide, Smog etc. von großer Bedeutung sind, werden die Vitamine C, E und B 15 sowie Selen, Schwefel, Eisen, Zink, Germanium, Methionin, Histidin, Cystin, Asparaginsäure und Glutaminsäure benötigt. Zur natürlichen Bekämpfung bzw. zur Prophylaxe von Schmerzen eignen sich die Vitamine B 1, B6 und B 12 sowie Kupfer und Tryptophan. Bei Patienten mit genetotrophischem Syndrom existiert ein genetisch bedingter individuell erhöhter Bedarf an unterschiedlichen Baustoffen, wodurch es zu verschiedenartigen Symptom-Kombinationen und Erkrankungen kommt. Ernährung und Zellmilieu. Durch die künstliche Vitaminisierung vieler Nahrungsmittel wird in zivilisierten Ländern der Eindruck einer Vitamin-Überversorgung erweckt. Tatsache aber ist, dass Mangelerscheinungen häufiger sind als Hypervitaminosen in unserer Überflussgesellschaft. In Bezug auf die Ernährung in den industrialisierten Ländern führen aber nicht nur die Lebensmittel -, Großver- und bearbeitung sowie die Eßgewohnheiten zu Mangelzuständen an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, ungesättigten Fettsäuren und essentiellen Aminosäuren, sondern entscheidend ist auch, dass durch Stress und einseitige Hochbelastung der Bedarf an diesen Bausteinen im Zellstoffwechsel größer ist als das Angebot der Nährstoffe in der Nahrungsaufnahme. Ferner liegt wie o.a. bei vielen Krankheiten ein erhöhter Bedarf an diesen Bausteinen vor. Hochgradige Risikogruppen für erhebliche Bausteinemängel stellen besonders alte Menschen dar, denn die altersbedingte reduzierte Nahrungseinnahme ist mit reduzierter Nährstoffeinnahme verbunden. Eine ausreichende Produktion der Neuro- Transmitter und ausreichender Energiestoffwechsel im Nervensystem sind Voraussetzung für eine normale Gehirnfunktion. Mangelnde Nährstoffdichte einiger Bausteine, insbesondere Tryptophan, Tyrosin, Methionin, Vit. B1, B6, B 12, Niacin, Folsäure, Kalium, Magnesium, Zink, Selen, Phosphor und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren im Gehirnstoffwechsel führt gerade bei alten Leuten zu neurologischen Störungen bis hin zur Verwirrtheit. Besonders große Mangelzustände an Bausteinen zeigen auch chronisch Kranke, isoliert bzw. allein lebende sowie arme und alkoholkranke Menschen und weltanschauliche Gruppenmitglieder. Viele Menschen erwerben Mängel durch übermäßigen Süßigkeitenverzehr, wodurch z.B. über einen erhöhten Verbrauch an Vitamin B1 und B6 der Kohlehydrat- und Fettstoffwechsel insgesamt gestört werden. Auch so genannte ""Schlankheits-Diäten"" führen zu erheblichen Bausteinmängeln. Zellmilieu- Diagnose. Die konventionellen Serum-Untersuchungen einiger weniger Bausteine in der üblichen ärztlichen Laborpraxis und in den meisten Kliniken spiegeln nicht das tatsächliche Zellmilieu wieder. Jeder Mangelzustand in den Erythrozyten und zum Teil auch im Serum größer als -5% muss als unphysiologisch und größer als -10 % als pathologisch für das Zellmilieu angesehen werden. Darüber hinaus zeigen die Serumbestimmungen im wesentlichen nur das aktuelle Angebot an diesen Nährstoffen im Blut auf Entscheidend aber sind die Bausteinmengen in den Poolen innerhalb der Zellen. Selbst ein hohes Angebot einiger Bausteine im Serum ist oft mit einem bedeutenden Mangel innerhalb der Zellen verbunden, da die aktiven Carrier-Systeme für die verschiedenen Bausteine nur funktionieren, wenn alle Bausteine in physiologischen Mengen entsprechend einem riesigen Orchester harmonisch abgestimmt sind. Die Konzentrationen der einzelnen Bausteine werden sowohl im Serum als auch in den sauber getrennten Erythrozyten analysiert. Da die Erythrozyten ihrerseits Zellen sind, lässt sich von ihrem Milieu auf den Zustand des Zellmilieus in den übrigen Körperzellen schließen. Bei der Blutentnahme muss jede Sogeinwirkung vermieden werden, um jede Hämolysierung zu vermeiden. Eine 12-stündige Nahrungs-, Alkohol- und Mineralwasserkarenz geht voraus. Die einzelnen Bausteine werden nach komplizierten Verfahren sowohl im Serum als auch in den sorgfältig getrennten Erythrozyten quantitativ und qualitativ bestimmt (z.B. ETK, EGR, EGOT- Verfahren, mikrobiologisch, radiobiologisch, HPLC). (z.B. im NATEC-Institut, Hamburg). Gravierende Mängel können nicht allein durch die Ernährung ausgeglichen werden, da wir mit der Nahrung gerade den normalen Tages-Durchschnittsbedarf zu uns nehmen können. Denn die Resorption im Darm ist begrenzt. Entscheidend ist, dass wirklich physiologische Werte erreicht werden müssen, da eine unkontrollierte übermäßige Dosierung von Bausteinen zu weiteren Verschiebungen des Mangelprofils führen würde und es über die oben erwähnten synergistischen und antagonistischen Wechselwirkungen unter den Bausteinen sogar zur Verschlimmerung von Krankheiten oder neuerlichen Erkrankungen kommen könnte. Daher rate ich von unkontrollierten Eigenbehandlungen ohne Laboranalyse und insbesondere ohne individuell berechnete Supplementierung entsprechend einem Erkrankungsfall sowie von prophylaktischen unkontrollierten hohen Dosierungen an Bausteinen dringend ab. Das Ziel jeder Therapie muss ein physiologisches Zellmilieu sein! Und das kann nur durch eine gezielte Therapie erreicht werden. Alle untersuchten Menschen wiesen leichte bis mittelgradige Mängel an vielen Bausteinen, an einigen Bausteinen sogar oft gravierende Mängel auf. Diese (scheinbar noch) gesunden Menschen, die sich entweder ungesund ernähren oder sich zwar gesund ernähren, aber durch besondere Tätigkeiten einen höheren Bedarf an einigen Bausteinen haben, befinden sich auf dem Weg der Erkrankung. Wenn die Mängel nicht möglichst rechtzeitig substituiert werden. Sofortige Substitution muss unbedingt bei kranken Menschen erfolgen, um irreversible Gesundheitsschäden zu vermeiden bzw. die Gesundheit möglichst schnell wieder herzustellen. Zell-Milieu-Therapie und Kontrollen. Für das therapeutische Vorgehen sind zwei Schritte wichtig. Als erstes wird die Grundversorgung anhand der Laborparameter ermittelt und entsprechend supplementiert. Dazu wird jeder Parameter in den Erythrozyten zu den anderen Erythrozyten- Werten und zu den Serum- Werten ins Verhältnis gesetzt und umgekehrt. Besonders wichtig ist der zweite Therapieschritt, die eigentliche Zell-Milieu-Medizin. Unter Beachtung der synergistischen und antagonistischen Wechselwirkungen der verschiedenen Bausteine untereinander werden die individuellen Supplement-Bedarfsmengen für jeden einzelnen Baustein entsprechend dem individuellen Krankheitsbild und somit dem individuellen Bedarf errechnet. Supplemente werden oral verabreicht, bei sehr gravierenden Mängeln vorübergehend auch parenteral. Darüber hinaus geschieht eine individuelle Ernährungsberatung, um dem Patienten zu helfen, nach erfolgter Substitution sein persönliches Bedarfsprofil mit Hilfe der Ernährung aufrechtzuerhalten. Besondere Ernährungshinweise sowie einen allgemein verständlichen Einblick in die Zell-Milieu-Medizin gibt das Buch ""Zell-Fit"". Immun gegen Umweltgifte mit der neuen Zell-Milieu-Medizin von Dr. med. Hasso H. Thalmann. Herbig- Verlag, 192 S,. (€ 12,50) Um mit der Nahrung die einzelnen Nährstoffe in qualitativ und quantitativ möglichst physiologischen Anteilen zuzuführen, ist die ""Drittel-Diät"" nach Thalmann zu empfehlen. Sie stellt eine allgemeine Ernährungstherapie des Zellmilieus dar, die im Krankheitsfall sowohl entsprechend der analysierten oder individuell hochgerechneten Grundversorgung an mikronutritiven Substanzen als insbesondere auch entsprechend dem individuellen Bedarf bei dem vorliegenden Krankheitsbild gezielt variiert wird. Dadurch wird der tatsächliche Tagesbedarf an einzelnen Nährstoffen, soweit diese mit der Nahrung zugeführt werden können für den betroffenen Menschen, bestimmt. Drittel- Diät: Ein Drittel pflanzliche Frischkost: Wie Obst, Nüsse, Salate, rohes Gemüse, Kräuter, Keimlinge und Samen (z.B. Alfalfa, Kresse, Mungbohnen etc.), möglichst frisch geschrotetes Müsli. Frischkost soweit passend mit Ölen anreichern, die einen hohen Anteil an mehrfachungesättigten Fettsäuren haben (z.B. Sojaöl, Sonnenblumenöl, Diestelöl, Traubenkernöl) Ein Drittel pflanzliche gebackene und gegarte Lebensmittel: Wie Vollkornbrot, gekochtes oder gedünstetes Gemüse, Kartoffeln, Reis, Nudeln, Obst, geröstete Erdnüsse, Obstkonserven, Trockenobst. Ein Drittel tierische Frisch- und Garkost: Wie Milch und besonders Rohmilch-Produkte, Käse, 1-2 Eier in der Woche, 3mal Fleisch oder Fisch in der Woche (je 1 50-200g), Fleisch- und Fischkonserven Um den individuellen dynamischen Prozess der Resorption und des Stoffwechsels der substituierten Supplemente beurteilen zu können, wird nach durchschnittlich acht- bis zehnwöchiger Supplementierung eine Kontrolluntersuchung durchgeführt. Hierdurch kann der weitere individuelle Einnahmemodus bestimmt und somit ein optimales Zellmilieu erreicht und weitreichende Regenerationsprozesse und Heilungsschritte bei den angegebenen Krankheitsbildern erreicht werden. Eine dritte Kontrolluntersuchung erfolgt nach einem Jahr der ZMM-Behandlung. Ergebnisse der Zell-Milieu-Medizin. Mit Hilfe der Zell-Milieu-Medizin werden sowohl bei diversen Krankheitsbildern als auch bei bislang therapieresistenten chronisch degenerativen Erkrankungen erstaunliche Therapieerfolge und Heilungsschritte subjektiver und objektiver Art beobachtet und beschrieben. Über die Ergebnisse bei einigen Krankheitsgruppen liegen bereits Veröffentlichungen vor, weitere sind in Vorbereitung. Die ZMM ist auch wesentlicher Bestandteil einer Studie zur Therapie des stark geschwächten Immunsystems von Kindern in der Tschernobyl-Region. An dieser Studie sind mehrere Universitäten beteiligt. Weitere Studien in Zusammenarbeit mit Universitäten sind in Vorbereitung.

Dr. med. Hasso. H. Thalmann, ehemaliger Mitarbeiter am Institut für Neurophysiologie und Biokybernetik der Universität Erlangen-Nürnberg.
Praxisadresse: Karlstraße 37,
22085 Hamburg

Viele Krankheiten entstehen, weil der Zelle wichtige Bausteine fehlen

"Gesundheit fängt in der Zelle an", sagte der berühmte Arzt Rudolf Virchow. Diese These hat der Hamburger Mediziner Dr. Hasso H. Thalmann zum Ausgangspunkt der von ihm und Dr.H.-J.v.Leitner und Prof. A. Sagredos entwickelten "Zell-Milieu-Medizin" gemacht. In seinem neuen Buch "Zell-Fit – Immun gegen Umweltgifte mit der neuen Zell-Milieu-Medizin", legt er die Prinzipien dieser Medizin dar. Wenn die Körperzellen fit sind, so die zugrunde liegende Überlegung, ist der Mensch fit für ein langes, vitales Leben: "Das Immunsystem reagiert immun gegen Umweltgifte, die dank optimalem Zell-Milieu vermehrt entgiftet und ausgeschieden werden. Ihre Zellen benötigen für die Herausforderung enorm viele Bausteine. Dann wirken sie kraftvoll für Ihre Gesundheit ein Leben lang", heißt es. Diese Bausteine sind im wesentlichen die Eiweiße, Kohlehydrate, Fette einschließlich der gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Natrium und Magnesium sowie Spurenelemente, darunter Eisen, Kupfer, Zink, Jod und Selen. Das Milieu der Körperzellen ist in starkem Maße abhängig von der Ernährung, betont Thalmann. Schadstoffe in Lebensmitteln und auch moderne Bearbeitungsmethoden führen dazu, so der Autor, dass nicht mehr alle Bausteine, die der von Hektik und Stress belastete Mensch benötigt, über die Nahrung aufgenommen werden können. Die Folge sind Mangelerscheinungen. Sie sind mit den herkömmlichen Blutuntersuchungen jedoch nicht sofort erkennbar. Erst die Zell-Milieu-Medizin sei dank einer eigens entwickelten Untersuchungstechnik in der Lage, die Versorgung der Körperzellen mit den Bausteinen des Lebens exakt zu messen, betont Thalmann. Diese Messungen erfolgen anhand der roten Blutkörperchen. Sie erlauben schon frühzeitig eine Diagnose, wenn der Patient über unspezifische Symptome wie allgemeine Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schlafstörungen oder Unwohlsein klagt. Erfolgen Diagnose und Therapie nicht in diesem frühen Stadium, so kann es zur Ausbildung chronischer Krankheiten kommen, beispielsweise Arthrose oder Rheuma, warnt Thalmann. Mit Hilfe der Zell-Milieu-Therapie wird individuell festgestellt, welche Bausteine nicht mehr ausreichend vorhanden sind und "nachgefüllt." werden müssen. Wenn das Milieu der Körperzellen sich dann normalisiert, regt dies den Stoffwechsel jeder einzelnen Zelle an - die Heilung setzt ein. Ungezielte Eigendosierungen beispielsweise von Magnesium oder Vitamin C, wie viele Menschen sie zu sich nehmen, richten nach Meinung des Autors dagegen oft mehr Schaden als Nutzen an. Bei der Zell-Milieu-Medizin wird nicht nur kurzfristig ein bestehender Mangel, beispielsweise an einem Vitamin ausgeglichen. Verschiedene Untersuchungen belegen den langfristigen Effekt: So kann der Ausgleich eines Vitamin-B-Mangels bei einem Alkoholiker bis zu einem Jahr dauern, der positive Effekt hält über einen längeren Zeitraum an. Thalmann stützt seine Ausführungen auf eigene Erfahrungen mit Patienten. Er nennt unter anderem das Beispiel einer Patientin, die 2 Jahre lang unter erheblichen Magenbeschwerden gelitten hatte. "Die mit Hilfe der Endoskopie gestellte Diagnose lautete: chronisch funktionelle Gastritis. Nahm die Patientin Medikamente gegen Übersäuerung ein, so litt sie an ärgsten Verdauungsstörungen, der sogenannten Verstopfung und eine allgemeinen Schwächegefühl, schildert er die Schwierigkeiten der herkömmlichen Therapie. Die Zell-Milieu-Diagnose ergab nach Darstellung des Arztes, dass diese Patientin nicht nur einen leichten Mangel an vielen verschiedenen Bausteinen hatte, sondern auch extreme Mängel an Vitamin A, Vitamin E und Folsäure, an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sowie an Kupfer und einigen Aminosäuren. Diese Mängel wurden ausgeglichen. Schon wenige Wochen später waren "die jahrzehntelangen Beschwerden der Patientin beseitigt und auch jetzt, nach mehreren Jahren haben sich die Beschwerden nicht wieder eingestellt ", schreibt Thalmann. Als gesunde Ernährung, mit der die wichtigen Bausteine für den Körper regelmäßig bereitgestellt werden können empfiehlt ThaImann die "Drittel-Diät". Diese besteht zu einem Drittel aus pflanzlicher Frischkost, zu einem Drittel aus pflanzlichen gebackenen und gegarten Lebensmitteln zum Beispiel Gemüse, Kartoffeln, und zu einem Drittel aus tierischer Frisch- und Garkost.

Apfelsaft bringt Sie wieder in Schwung

Wer viel schwitzt, verliert auch viel Kalium.

Wer viel schwitzt, verliert auch viel Kalium. Da in Äpfeln reichlich Kalium enthalten ist, lässt sich der Mangel sehr gut durch einen viertel bis halben Liter Apfelschorle (Apfelsaft mit Mineralwasser) täglich beheben. Dadurch nehmen Sie zusätzlich noch weitere Mineralstoffe auf. Blutdrucksenkende Medikamente, aber auch Cortison, Abführmittel, Schlankheitspillen und Entwässerungsmittel führen ebenfalls zu einem Kalium-Defizit. Der Mineralstoff Kalium reguliert den Druck innerhalb der Zellen und somit auch den Blutdruck- ebenso vermutlich die Durchblutung unserer Gefäße. Ein Defizit kann zu Muskelkrämpfen und Kopfschmerzen, zu Störungen der Darm- und Nierenfunktionen führen, im schlimmsten Fall sogar zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. 

Über positiven und negativen Stress

Das Wort "Stress" ist fast täglich in aller Munde. Aber was ist das eigentlich? In erster Linie eine Konfrontation mit Belastungen, mit Arbeit oder Informationen, die "verdaut" werden wollen. Genau die Stressmenge, die der Mensch braucht, nennen wir Eustress. Wird jedoch die Informationsmenge bzw. die Belastung so groß, dass sie nicht mehr vollständig verarbeitet werden kann, entsteht Disstress. Geht die Belastung über Tage, Wochen und Monate so weiter, verlieren wir unser inneres Gleichgewicht. Der Stoffwechsel verbraucht mehr Nährstoffe, als wir in derselben Zeit aufnehmen können. Die Folge: Nervosität, Schlafstörungen, Anfälligkeit für Krankheiten. Um Schlimmeres zu verhindern, sollten Sie sich von einem Arzt behandeln lassen.

Diabetes - die ersten Anzeichen

Vom Säugling bis zum Greis - an Diabetes, im Volksmund Zuckerkrankheit genannt, kann jeder von uns erkranken. Bleibt das Leiden unbehandelt, drohen böse Folgen:
Die Nieren erfüllen ihre Aufgaben nicht richtig. - Die Blutgefäße werden dauerhaft geschädigt. - Die Sehleistung vermindert sich. - Nervenschmerzen und Taubheitsgefühl können auftreten. Lassen Sie sich schnell untersuchen, wenn ... - Sie ständig über Durstgefühle klagen und oft Wasser lassen müssen. Sie schnell zu- oder abnehmen. - Ihre Monatsblutung gestört ist. - Wunden nicht heilen - Sie besonders gern Süßigkeiten naschen. Ein Zuckerbelastungstest kann das heimtückische Leiden schnell entlarven.

Fieber sinkt auch ohne Medikamente

Fieber stellt eine Art Selbstverteidigung des Körpers gegen eindringende Krankheitserreger dar, schwächt sie und tötet sie ab. Deshalb sollte man nicht sofort zu fiebersenkenden Mitteln greifen. Halten Sie erst Rücksprache mit Ihrem Arzt. Er wird dazu raten, wenn die Temperatur auf über 39 Grad steigt. Denn dann sind Herz und Kreislauf stark belastet, können Gewebe und Organe geschädigt werden. Ist das Fieber mäßig hoch (um die 38 Grad) dürfen Sie zunächst beruhigt abwarten. Mindestens drei Liter Flüssigkeit- am besten frischgepresste Fruchtsäfte trinken. Nur leichte vitaminreiche Speisen essen. Für Kinder ist nach wie vor der Wadenwickel empfehlenswert, der alle zehn Minuten zu erneuern ist. Hilfreich ist auch ein Vollbad von genau 37 Grad Wassertemperatur.

Vitamin C bei Rheuma wichtig

Rheumapatienten kennen das Problem - viel häufiger als andere leiden sie unter Eisenmangel. Trotzdem rate ich von einer unkontrollierten Einnahme von Nährstoffen ab, weil dann Leber und Bauchspeicheldrüse sowie Hirn und Herz schnell überbeansprucht werden. Außerdem kann sich die Entzündung der Gelenke sogar noch verschlimmern. Ich empfehle statt dessen - nach einer Nährstoff-Analyse - 500 bis 1000 Milligramm Vitamin C täglich einzunehmen. Dieses Vitamin fördert die Lösung des Eisens aus pflanzlichen Lebensmitteln. Dadurch verbessert sich die Eisenversorgung auf gesunde Weise.

Schluss mit dem Dauerhusten

Kennen Sie ihn auch diesen kurzen, trockenen Husten? Er steht häufig am Anfang einer chronischen Bronchitis. Dann ist es höchste Zeit, das Rauchen aufzugeben. Denn mit dem "blauen Dunst" wandern Milliarden von winzigen Staubteilchen in das weit verzweigte Bronchialsystem. Der nächste Schritt: Trainieren Sie Ihre Lungen durch Bewegung, denn dadurch steigern Sie deutlich Ihr Luftvolumen. Stärken Sie Ihre Immunabwehr durch Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen nach dem Prinzip der Zell-Milieu-Medizin. Diese Lebensbausteine können durch eine Analyse der roten Blutkörperchen genau bestimmt werden. Machen Sie Inhalationen mit dem aus Eukalyptusöl gewonnenen Soledumkonzentrat. Es löst hartnäckigen Schleim und bringt Erleichterung.

Heilmethode durch ausgeglichenes Zellmilieu

In Untersuchungen wurde nachgewiesen: 90 Prozent aller Krankheiten sind durch Stoffwechselstörungen bedingt. Überwiegende Ursache dafür ist eine Unausgewogenheit oder Dysbalance der Mikrobausteine (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fett- und Aminosäuren) in den Körperzellen.

Der Hamburger Arzt und Wissenschaftler Dr. med. Hasso H. Thalmann hat aufgrund dieser Erkenntnisse eine neue Zell-Milieu-Medizin (ZMM) entwickelt, mit der die Dysbalance in den Körperzellen gezielt nach individuellem Bedarf therapiert wird. Das Neue an der ZMM: Die vorhandenen Mengen an Mikrobausteinen werden exakt in den Körperzellen (roten Blutkörperchen) analysiert, wo sie auch tatsächlich für die Stoffwechselprozesse gebraucht werden. Hierdurch ist eine Therapie mit Mikrobausteinen entsprechend dem individuellen Bedarf möglich. Bislang wurde nur im Blutserum oder Vollblut untersucht. Wird das Zellmilieu somit normalisiert, laufen die Stoffwechselprozesse wieder ungestört ab, und Heilungsprozesse setzen ein. Zu beachten ist dabei, dass das Krankheitsbild jedes Menschen eine individuelle Dysbalance der Mikrobausteine aufweist. Daher muss es auch individuell ausgeglichen werden. Ungezielte Gaben der Bausteine schaden mehr, als sie nützen: Überschüssige Bausteine werden nicht einfach ausgeschieden – Einige reichern sich in den Zellen an und behindern sogar die Aufnahme anderer und vergrößern die Dysbalance, erklärte Thalmann. Auch bei schwersten Krankheiten wurden in klinischen Studien gute Therapieerfolge der Zell-Milieu-Therapie nachgewiesen, unter anderen von dem Privatdozenten Dr. med. Bodo Kuklinski im Klinikum Rostock. Dessen Untersuchungen wurden wiederum an mehreren skandinavischen Kliniken und auch in Dresden bestätigt. Von Bedeutung sind die Ergebnisse insbesondere bei chronischen Erkrankungen. "Die Krankheiten der Organsysteme von Allergien über Herz-, Kreislauf- und Infektionserkrankungen bis hin zu Krebs, Rheuma und Zuckerkrankheit sind letztlich Folgen eines gestörten Stoffwechsels", erklärt Thalmann. Die erzielte kürzere Krankenhausverweildauer, geringere Operationsrate, Einsparungen teurer Medikamente und des Apparateeinsatzes seien auch ökonomisch interessant. Die Zell-Milieu-Medizin gibt auch die Chance einer exakten, kontrollierbaren Prophylaxe. Denn entscheidend für die Gesundheit sind Aufbau, Erhalt und Erneuerung der Körperzellen sowie Energiegewinnung, Regeneration und Entgiftung. Diese biochemischen Stoffwechselprozesse können nur ungestört von den Zellen geleistet werden, wenn ihr Milieu ausbalanciert ist. Ein längerfristiges Missverhältnis im Milieu führt dagegen zu Störungen des Stoffwechsels. Hauptursache der Dysbalance seien falsche und einseitige Ernährungsgewohnheiten, so Thalmann. Die industrielle Erzeugung und Bearbeitung der Nahrung und das Nachreifen von Obst und Gemüse in Kühlketten bringe nährstoffarmes Essen auf unsere Teller. Auch übermäßiger Stress, Hochleistungen im Sport und vielen Berufen führten zu einer enormen Steigerung des Bedarfes an Nährstoffen, was auch bei Einnahme vieler Medikamente, Drogen und Genussgifte zu beobachten sei. Einen erheblich gesteigerten Bedarf erforderten auch die Reparaturprozesse bei Krankheiten und der Abwehrkampf des Immunsystems. Mit der Zell-Milieu-Medizin bestehe die Chance, bei schweren, bis mittleren therapieresistenten Krankheiten deutliche Heilungsschritte zu erreichen.

Dokumentation der besonderen Therapierichtungen und natürlichen Heilweisen in Europa

Die Zell-Milieu-Medizin setzt sich zusammen aus der Zell-Milieu-Diagnostik und der Zell-Milieu-Therapie. Sie ist das Ergebnis einer konsequenten Synthese von Biochemie, Physiologie, Pathophysiologie und Zellbiologie. Die Zell-Milieu-Medizin erzeugt sowohl durch wissenschaftliche als auch durch biomedizinische Verfahren ein physiologisches Zellmilieu mit Hilfe individuell berechneter Supplementierung natürlicher oder naturidentischer Nährstoffe. Die Zell-Milieu-Medizin ist eine natürliche Heilmethode.","","Wenn man bedenkt, dass ca. 90 % unseres Krankenbestandes mit Nährstoffmängeln als Ursache oder Folge einhergehen und Mängel an diesen Bausteinen des Zellstoffwechsels (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren und Aminosäuren) zum großen Teil durch Fehlernährung bedingt sind bzw. durch erhöhten Verbrauch an bestimmten Bausteinen u.a. bei chronischen Erkrankungen, Stress, einseitigen Hochleistungen wie z.B. Sport oder Beruf oder durch Genussgifte und viele Pharmaka und nur zu einem geringeren Teil durch mangelnde Resorption im Magen-Darm-Trakt oder durch angeborene Enzymmangelkrankheiten oder das genetotrophische Syndrom verursacht werden, können wir uns vorstellen, dass mit Hilfe der Zell-Milieu-Medizin die explosionsartig ansteigenden Kosten des bislang fast vergeblichen Kampfes der Medizin gegen die immer weiter zunehmenden Volkskrankheiten gemindert werden können. Es wird daher Zeit, dass nicht nur bei Patienten das Bewusstsein für die ursächliche Therapie und Prophylaxe von Krankheiten und für die Ernährung wächst, sondern auch bei Ärzten und Wissenschaftlern. Den steilen Anstieg der Zunahme der sogenannten Zivilisationskrankheiten (z.B. Herzinfarkt, Hypertonie, Arteriosklerose, diverse Kreislaufkrankheiten, Zuckerkrankheit, Stoffwechselstörungen, Hyperlipidämien, Übergewicht, Magen- und Darmerkrankungen, Rheuma, Gicht, neurologische und psychische Erkrankungen, Geisteskrankheiten, Pflegebedürftigkeit und Invalidität alter Menschen, Krebs usw.) können wir nur aufhalten bzw. viele Erkrankungen vom Beginn her verhüten, wenn wir diese Erkrankungen von der Ursache her bereits im Stoffwechsel der Zelle wirkungsvoll bekämpfen. Den Zellen des Körpers müssen die für ihre Stoffwechselleistungen ernährungs-physiologisch wirksamen Stoffe und Stoffkomplexe zugeführt bzw. eklatante Mängel therapeutisch ausgeglichen werden. Bausteinmangelbedingte Krankheiten werden frühzeitig durch beginnende Fehlfunktionen angezeigt, die zunächst in ihrer Symptomatik völlig unspezifisch erscheinen, wie z.B. vermehrte Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche, Schlafstörungen, Übererregbarkeit, Stimmungsschwankungen, vermehrte Wetterfühligkeit usw.. Die fehlenden Nährstoffe müssen entsprechend dem wirklichen individuellen Bedarf eines Menschen zugeführt werden, möglichst bevor Fehlfunktionen eintreten oder sich gar Krankheiten manifestiert haben. Bereits eingetretene Schädigungen in den Zellen und auch Organen des Körpers können durch die Optimierung des Zellstoffwechsels - abhängig vom Grad der Zellzerstörung und vom Alter des Patienten - wieder regenerieren. Je größere degenerative Zellzerstörungen bereits vorliegen, desto geringer ist logischerweise der Prozentsatz der tatsächlichen Ausheilung von Krankheiten. Mit Hilfe der Zell-Milieu-Medizin werden insgesamt erstaunliche Regenerationsleistungen beobachtet. Fehlende Bausteine sind durch andere Arzneimittel nicht zu ersetzen. Da bei jeder Krankheit zur Bekämpfung des Krankheitsprozesses oder zur Stimulierung der Abwehrsysteme bei Infektionen, bei Unfällen und Stresssituationen erhebliche Bausteinmengen über den normalen Tagesbedarf hinaus verbraucht werden, ist leicht nachzuvollziehen, dass bei jeder Erkrankung eine Substitution der fehlenden Bausteine von großem Nutzen für jeden Heilungsprozess ist. Oft stellt die Substitution dieser Bausteine sogar eine Voraussetzung zur Heilung einer Krankheit dar, da viele Krankheiten durch gravierende Nährstoffmängel entstehen bzw. chronisch manifest werden.

Die Zell-Milieu-Medizin als konsequente wissenschaftliche Methode und natürliche biomedizinische Heilweise erweitert die Forschungs- und Therapieergebnisse in weiten Bereichen der Medizin und medizinisch-biologischen Wissenschaft. Die Zell-Milieu-Medizin basiert auf folgenden Prinzipien:

I. Die Zell-Milieu-Medizin setzt sich zusammen aus Zell-Milieu-Diagnostik und Zell-Milieu-Therapie. Die Begriffe wurden 1987 von Thalmann geprägt.

2. Die Zell-Milieu-Diagnostik erlaubt die Bestimmung der tatsächlich vorhandenen Mengen jedes einzelnen Bausteines sowohl in den Erythrozyten des Körpers als auch getrennt im Serum. Hieraus lassen sich Rückschlüsse auf die vorhandenen Bausteinmengen aller Körperzellen schließen und spezifische Mangelprofile statistisch und klinisch bestimmten Erkrankungen zuordnen.

3. Die Zell-Milieu-Therapie erlaubt die Berechnung der genauen individuellen Bedarfsmengen jedes einzelnen Patienten für jeden einzelnen Baustein und somit die Festlegung eines individuellen Supplementierungs- und Ernährungstherapie-Planes. (Siehe Thalmanns Ernährungstherapie des Zellmilieus, Bd. V, III, 8c).

4. Mit Hilfe der Zell-Milieu-Diagnostik lässt sich der Verlauf der Zell-Milieu-Therapie exakt kontrollieren.

5. Die Zell-Milieu-Medizin ermöglicht sowohl Prophylaxe als auch Behandlung von Erkrankungen. Die Zellen und Organsysteme des Körpers können nicht gesund werden, wenn nicht jede einzelne Zelle ein optimales Zellmilieu aufweist, also optimale Mengen an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen, Aminosäuren und Fettsauren enthält.

6. Risiken und Nebenwirkungen der üblichen chemischen Pharmakologie, Chirurgie und Bestrahlung können zum Teil vermieden werden. Hiermit soll nicht gesagt werden, dass die Zell-Milieu-Therapie die übrige Medizin und ihre Methoden ersetzt, sondern dass die Zell-Milieu-Medizin dem Einsatz dieser medizinischen Mittel zum Teil zuvorkommt oder zumindest die üblichen schulmedizinischen Methoden in sehr starkem Maße unterstützt. Der multifaktorielle Ansatz der Zell-Milieu-Medizin stellt ein wirkliches Novum in der Medizingeschichte dar. Dieser neue Zweig der wissenschaftlich-biomedizinischen Heilkunde erweitert die therapeutischen und diagnostischen Möglichkeiten der bisherigen Medizin. Die Zell-Milieu-Medizin stellt eine weitere Antwort auf neue Möglichkeiten der Lebensqualität und der Therapie und Prophylaxe von Krankheiten dar. Dieses ist nicht nur kostenmäßig von Vorteil. Die Zell-Milieu-Medizin berücksichtigt die Stoffwechselindividualitäten des Menschen. Jede unkontrollierte Behandlung des Stoffwechsels mit Supplementen führt eher zu Schädigungen als zur Heilung.

7. Ein optimales Zellmilieu hilft den Zellen des Körpers, insbesondere den Leber- und Nierenzellen, bei den Entgiftungsfunktionen. Nicht nur die sogenannten "freien Radikale", sondern auch diverse Umweltgifte und im Stoffwechsel physiologisch anfallende Stoffwechselgifte können von den Körperzellen besser unschädlich gemacht und ausgeschieden werden. Dieses konnte in Tierversuchen nachgewiesen werden. Ein optimales Zellmilieu führt auch im menschlichen Körper zu einer weitgehenden Unschädlichmachung und Elimination der allgegenwärtigen Umweltgifte. Hierin liegt eine deutliche Chance, mit den Umweltgiften gesund zu überleben. Damit stellt die Zellmilieu-Medizin eine neue Dimension in der Erkenntnis des biologischen Gesamtkomplexes des Lebens, der umwelt- und ernährungsbedingten Gesundheitseinbußen und der Entstehung von Krankheit und Invalidität dar. Mit Hilfe der Zellmilieu-Diagnostik können wir wie mit einer "biochemischen Lupe" in das Innere der Zelle hineingucken und genau feststellen, wie weit die einzelnen Speicher für die jeweiligen Bausteine (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Aminosäuren und Fettsäuren) gefüllt bzw. geleert sind. Aus diesen Parametern können Rückschlüsse auf Störungen des Stoffwechsels in allen Körperzellen gezogen und genau errechnet werden, wie die einzelnen Speicher zielgerichtet zu physiologischen Werten aufzufüllen sind. In Bevölkerung und Ärzteschaft ist die Meinung weit verbreitet, dass dank des reichlichen Nahrungsangebotes in den westlichen Industrienationen die Menschen ihren Bedarf an lebenswichtigen Nährstoffen durchschnittlich decken. Analysiert man in den Erythrozyten und im Serum die tatsächlichen Bestände an diesen Bausteinen, zeigt sich, dass die meisten Menschen leichte bis mittelgradige Mängel an mehreren Bausteinen aufweisen und an einigen Bausteinen oft erhebliche Mängel. Bei diesen (scheinbar noch) gesunden Menschen und insbesondere bei nicht gesunden Menschen ergibt sich, dass die Mangelzustände möglichst rechtzeitig supplementiert werden müssen, um irreversible Gesundheitsschäden zu vermeiden bzw. bei Krankheit die Gesundheit möglichst schnell wiederherzustellen.

Hinzu kommt, dass die Bausteine teils synergistisch, teils antagonistisch aufgenommen werden, d.h. nur, wenn ein bestimmter Baustoff vorhanden ist, sorgt dieser auch dafür, dass bestimmte andere Stoffe aufgenommen werden können, bzw. die übermäßige Aufnahme eines Bausteines kann zur Behinderung der Aufnahme anderer Bausteine führen. Letztlich wurde in zahlreichen Arbeiten weltweit belegt, dass eine suboptimale und mangelhafte Bausteinversorgung des Menschen erwiesenermaßen Krankheitswert zeigt. In den Analysen von Patienten mit unterschiedlichsten Krankheiten zeigen sich statistisch signifikante gravierende Mangelkombinationen für spezifische Erkrankungen. Kleinere Mangelzustände zeigen dagegen eine große Streubreite und sind nicht unbedingt krankheitsspezifisch. Erhebliche Mängel treten selbst bei übergewichtigen Menschen auf, die zwar kalorienreiche Lebensmittel konsumieren, aber ihre Ernährungsweise nicht derart abwechslungsreich und zielgerichtet auswählen, dass alle Bausteine in möglichst physiologischer Menge zugeführt werden. Insbesondere ist auch die altersbedingte reduzierte Nahrungseinnahme mit einer reduzierten Nährstoffeinnahme verbunden. Auch chronisch Kranke, die spezifische Diäten einhalten müssen sowie allein lebende Menschen, alkoholkranke Menschen und weltanschauliche Gruppenmitglieder stellen ganz besonders hochgradige Risikogruppen für erhebliche Bausteinmängel dar. Selbst Kinder zeigen bereits erhebliche Mängel, die außer durch einseitige Ernährung besonders durch erheblichen Süßigkeiten-Verzehr entstehen. Auch Frauen und Männer, die mittels so genannter "Schlankheitsdiäten" Mangelernährung betreiben, leiden an erheblichen Bausteinmängeln. Neue wissenschaftliche intradisziplinäre Forschungen zeigen immer deutlicher die Zusammenhänge zwischen dem Entstehen von Krankheiten und dem Lebensstil, dem psychosozialen Umfeld und vor allem der Ernährung.

 Zell-Milieu-Medizin Diagnose- und Therapieverfahren des Stoffwechsels

Das Zellmilieu wird bestimmt durch die einzelnen Mengen an Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen, Fettsäuren und Aminosäuren. Diese ""Bausteine"" bestimmen quantitativ und qualitativ den gesamten Zellstoffwechsel. Ein pathologisches Zellmilieu führt über Funktionsstörungen mit der Zeit bis hin zu chronisch degenerativen Erkrankungen. Ziel der Zell-Milieu-Medizin ist die Wiederherstellung eines physiologischen Zellmilieus und somit physiologischen Stoffwechsels durch individuell berechnete Substitution der Bausteine. Hier durch kommt es zu nachweisbarer Zellregeneration und weitreichende Heilungsschritte werden bei diversen Erkrankungen ermöglicht. Die Bausteine werden qualitativ und quantitativ mit speziellen Labormethoden sowohl im Serum als auch in den Erythrozyten bestimmt. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf das Zellmilieu aller Körperzellen ziehen.

Zellmilieu und Stoffwechsel

Das momentane Zellmilieu steuert die Funktionsmöglichkeiten des Zellstoffwechsels. Das Ziel der Zell-Milieu-Medizin ist die Wiederherstellung eines physiologischen und somit optimalen Zellmilieus und dadurch die Normalisierung des Stoffwechsels. Menschliche Zellen erhalten ihre Energie aus den Nahrungsstoffen in drei Reaktionsstufen. In der ersten Stufe (Verdauung) werden Proteine, Polysaccharide und Fette durch extrazelluläre Reaktionen in kleine Moleküle zerlegt. In der zweiten Stufe werden diese zu noch kleineren Molekülen in den Zellen abgebaut und zwar unter Bildung von Acetyl-CoA und einer kleinen Teilmenge ATP und NADH. Für diese Reaktionen ist Sauerstoff nicht nötig. In der dritten Stufe werden die Acetyl-CoA- Moleküle innerhalb der Mitochondrien zu Kohlendioxid- und Wasserstoffatomen abgebaut (an NADH gebunden). Über eine sehr komplizierte und lange Kette von Überträger-Molekülen werden die Elektronen der Wasserstoff-Atome unter Reduktion von Sauerstoff zur Wasserbildung geführt. Innerhalb der Mitochondrienmembranen werden dabei die Wasserstoff-Ionen(H+) zur Synthese des zellulären ATP genutzt. Innerhalb einer Zelle von weniger als 0,1 mm Durchmesser laufen für die Gesamtstoffwechselleistung tausende verschiedener chemischer Reaktionen gleichzeitig ab, und zwar in Form kaskadenartiger Kettenreaktionen. Dabei sind der sogenannte Zitronensäure-Cyklus und die Glykose nur die bekanntesten Reaktionsformeln. Die biosynthetischen Reaktionen sind oft direkt an die ATP- Hydrolyse gekoppelt. An der Übertragung spezifischer chemischer Gruppen sind Co-Enzyme beteiligt. So dient z. B. das Co-Enzym Biotin zur Übertragung von Carboxy-Gruppen, wobei Biotin an das Enzym Pyruvat-Carboxylase gebunden ist. Die Synthese großer und komplexer Moleküle aus den kleinen einfachen Bausteinen ist nur über die Enzyme möglich. Die Koordination von Katabolismus und Biosynthese wird durch eine Vielzahl von Enzymen und Co-Enzymen organisiert und reguliert. Jede Reaktion braucht ein anderes Enzym, und jedes Enzym ist seinerseits wieder ein Produkt einer langen Serie von Informations-, Übertragungs- und Proteinsynthesereaktionen. Alle Stoffwechselvorgänge, wie die Energiegewinnung, Zellregeneration und Zellerneuerung benötigen zum Ablauf der biochemischen Prozesse also Bausteine und Enzyme, die als biologische Katalysatoren funktionieren. Diese Enzyme werden wiederum nur aktiv, wenn entsprechende Co-Enzyme in ausreichender Menge anwesend sind. Enzyme und Co-Enzyme können ihre katalytische Leistung nur vollbringen, wenn in den aktiven Zentren der Enzyme die entsprechend notwendigen Vitamine, Mineralien bzw. Spurenelemente vorhanden sind. Dabei dienen einige Vitamine selbst als Enzym bzw. Co-Enzym. Ferner werden zur Biosynthese der Enzyme selbst und der Stoffwechselprodukte viele Fettsäuren (besonders ungesättigte) und Aminosäuren benötigt. Hinzukommt, dass die Aufnahme dieser Stoffe teils synergistisch, teils antagonistisch erfolgt, d. h. nur wenn ein bestimmter Stoff vorhanden ist, sorgt dieser auch dafür, dass bestimmte andere Stoffe aufgenommen werden können, bzw. die übermäßige Aufnahme eines Stoffes kann zur Behinderung der Aufnahme anderer Stoffe führen.

Zellmilieu und Krankheit

Obwohl der Stoffwechsel also vergleichbar einem riesigen Orchester aus mehreren hunderttausend Teilnehmern funktioniert, kann dieser Stoffwechsel selbst bei Hunger und bei diversen Krankheiten lange einigermaßen weiterfunktionieren. Dabei regulieren bestimmte Schlüsselenzyme die Stoffwechselaktivitäten bei sich verändernden Bedingungen innerhalb der Zelle. Für die einzelnen Bausteine bestehen in den Zellen spezifische Speicher, sog "Poole". Erst wenn diese sich erschöpfen, kommt es zunächst zu unspezifischen Mangelsymptomen. Bei Mängeln an bestimmten Bausteinen des Stoffwechsels (Mineralien, Spurenelementen, Fettsäuren, Aminosäuren und Vitaminen) können durch zunächst kompensatorische Kombinationen von Regulationsmechanismen mangelnde Stoffwechselleistungen für eine Weile einigermaßen überbrückt werden. Große Mängel an einzelnen Bausteinen und auch lang anhaltende Mängel diverser Bausteine bis hin zu erschöpften Poolen führen zu pathologischen Veränderungen des Stoffwechsels und stellen somit Weichen für die Entwicklung krankhafter Reaktionen bis hin zu Erkrankungen. Auf der anderen Seite führen viele Krankheiten über erhöhten Verbrauch oder verminderte Resorption zu Mangelzuständen an Bausteinen. Der Zustand der Versorgung an Bausteinen ist durch fünf Begriffe gekennzeichnet: mangelhaft - suboptimal - optimal -subtoxisch - toxisch. Diese Zustände werden durch biochemische Kriterien oder/und klinische Symptome bzw. Krankheiten charakterisiert. Subtoxische und toxische Anreicherungen an Bausteinen kommen bei der üblichen Ernährungsweise in Europa praktisch nicht vor. Die mangelhafte bzw. suboptimale Bausteinversorgung des Menschen zeigt erwiesenermaßen Krankheitswert. Die Bedeutung der o. a. Bausteine für einen physiologischen Stoffwechsel und die Pathophysiologie entsprechender Mangelzustände sind in der Fachliteratur ausreichend beschrieben.

Zellmilieu und Ernährung

Mängel an Bausteinen treten sogar bei Übergewicht auf, bei dem vermehrt kalorienreiche Lebensmittel konsumiert werden; denn entscheidend ist die Nährstoffdichte der Lebensmittel, die in unserer durchschnittlich praktizierten Ernährungsweise nicht für alle Bausteine ausreichend ist. Die altersbedingte reduzierte Nahrungseinnahme ist um so mehr verbunden mit einer reduzierten Nährstoffeinnahme. Hochgradige Risikogruppen für erhebliche ""Bausteine""-Mängel umfassen besonders alte Menschen in Heimen und Krankenhäusern, chronisch kranke und isoliert- bzw. allein lebende Menschen sowie arme und alkoholkranke Menschen und weltanschauliche Gruppenmitglieder. Aber selbst Kinder zeigen bereits erhebliche Mängel, die außer durch einseitige Ernährung besonders durch erheblichen Süßigkeiten-Verzehr entstehen. Auch viele Frauen und Männer, die vermittels sog. ""Schlankheits-Diäten"" Mangelernährung betreiben, haben erhebliche Bausteinmängel. Nach neueren wissenschaftlichen Erkenntnissen bedeutet eine Erkrankung auf zellulärer Ebene, dass die elektrochemischen Eigenschaften der Zellmembranen und Zellorganell-Membranen gestört sind. Ursache dieser Störungen sind Verschiebungen im Bereich des Zellmilieus an Bausteinen. Da die Mineralien und Spurenelemente in ionisierter Form vorliegen und somit Elektrolyte darstellen, bestimmen sie die elektrochemischen Eigenschaften der Membranstrukturen und des Extra- und Intrazellularraumes. Darüber hinaus ist das Zellmilieu nur physiologisch, wenn alle genannten Bausteine in jeweils notwendigen Konzentrationen vorhanden sind.

Zell-Milieu-Bestimmung im Serum und Erythrozyten

Nur mit Hilfe hochkomplizierter Untersuchungen der Konzentrationen dieser Bausteine sowohl im Serum als auch in den Erythrozyten - die ja selbst Zellen sind - lässt sich auf den Zustand des Zellmilieus der übrigen Körperzellen schließen. Diese Untersuchungen werden ausgeführt in enger laborgemeinschaftlicher Zusammenarbeit mit Prof. Dr. A. N. Sagredos, Natec, Behringstr. 154, 2000 Hamburg 52 (einem international anerkannten wissenschaftlichen Labor). Insgesamt haben Dr. H.-J. von Leitner (Hamburg), Prof. Sagredos sowie der Autor selbst innerhalb der letzten Jahre mehrere tausend Patienten untersucht. Alle Patienten wiesen Mängel an mehreren Bausteinen auf, an einigen sogar sehr eklatante. Interessanterweise zeigten sich bei verschiedenen Erkrankungen statistisch gehäuft jeweils bestimmte Mangelgruppen als besonders gravierende Mängel, während hingegen andere Mängel leichterer Art sehr breit gestreut auftraten. Die konventionellen Serumuntersuchungen einiger weniger Bausteine in der ärztlichen Labor-Praxis und in den meisten Kliniken spiegeln nicht die tatsächlichen Verhältnisse in den Zellen des Körpers wieder. Gerade diese sind aber pathophysiologisch bedeutsam.

Zell-Milieu-Therapie

Diese Mängel können sowohl quantitativ als auch qualitativ diagnostiziert (nach Sagredos) und des weiteren nach einem individuell ausgerechneten Therapieplan (nach Thalmann) bis hin zu physiologischen Werten substituiert und mit Hilfe einer individuellen Ernährungsberatung ausgeglichen werden, denn größere Mängel können nicht allein durch die Ernährung beseitigt werden. Mit der Nahrung können wir gerade den normalen Tages-Durchschnittsbedarf zu uns nehmen, aber bereits entstandene gravierende Mängel auf keinen Fall ausgleichen! Die Bausteine unkontrolliert in hohen Dosierungen, sozusagen prophylaktisch einzunehmen, kann zu weiteren Verschiebungen des Mangelprofils der Bausteine führen und durch die oben erwähnten synergistischen und antagonistischen Wechselwirkungen unter den Bausteinen sogar zu Verschlimmerung von Krankheiten oder neuerlichen Erkrankungen beitragen. Daher möchte ich von unkontrollierten Eigenbehandlungen ohne Laboranalyse und berechnete Supplementierung besonders im Erkrankungsfalle dringend abraten. Einige fehlende Bausteine müssen dabei über viele Monate in genau berechneten Einzelmengen supplementiert werden, die weit über die durchschnittlichen Tagesbedarfsmengen hinausgehen. Durch die künstliche " Vitaminisierung" von vielen Nahrungsmitteln wird in zivilisierten Ländern der Eindruck einer Vitamin-Überversorgung erweckt. Tatsache aber ist, dass Mangelerscheinungen häufiger sind als Übervitaminosen in unserer" Überflussgesellschaft" (nach Prof. N. Zöllner, Medizinische Polyklinik, München). Bausteine müssen wir also immer zufügen, wenn Mängel an ihnen nachgewiesen sind. Analysiert man im Serum und in den Erythrozyten die tatsächlichen Bestände an diesen Bausteinen, zeigt sich, dass die meisten Menschen leichte bis mittelgradige Mängel an mehreren Bausteinen aufweisen und an einigen Bausteinen oft erhebliche Mängel. Bei diesen (scheinbar noch) gesunden Menschen, die sich entweder ungesund ernähren oder sich zwar gesund ernähren, aber durch besondere Tätigkeiten einen höheren Bedarf haben, und insbesondere bei nicht gesunden Menschen ergibt sich, dass die Mangelzustände möglichst rechtzeitig supplementiert werden müssen, um irreversible Gesundheitsschäden zu vermeiden bzw. bei Krankheit die Gesundheit möglichst schnell wiederherzustellen (Tabelle 2, 3,4 nach Sagredos und v. Leitner). Eine Unterversorgung beginnt bei Werten größer als - 5% der Norm. Spezifische gravierende Mangelkombinationen können entsprechenden Krankheiten zugeordnet werden (siehe Fachliteratur und eigene Erfahrungen). Das Blut darf bei der Entnahme nicht hämolysieren (keine Sogeinwirkung), es wird morgens nach 12 stündiger Nahrungs-, Alkohol- und Mineralwasserkarenz entnommen. Die Erythrozyten werden nach patentierten Verfahren absolut sauber vom Serum getrennt (Sagredos). Vitamin C wird im frischen Urin bestimmt, die übrigen Vitamine je nach den ETK, EGR, EGOT-Verfahren mikrobiologisch, radioimmunologisch oder mit HPLC. Die Mineralien und Spurenelemente nach der DCP- Technik, Selen mit dem ASS-Verfahren. Die Fettsäuren werden quantitativ bestimmt. Die essentiellen und nichtessentiellen Aminosäuren werden nur bei bestimmten Krankheitsbildern untersucht.

Kontrollen und Ernährungsberatung

Nicht nur die einzelnen Parameter sind für das therapeutische Vorgehen von Wichtigkeit, sondern insbesondere die Errechnung der Quotienten der jeweiligen Parameter untereinander unter Beachtung der physiologischen Quotientenwerte, die sich aus den Medianwert-Quotienten ergeben. Jeder Parameter in den Erythrozyten wird zu seinem entsprechenden Serumwert ins Verhältnis gesetzt und umgekehrt. Darüber hinaus sind die synergistischen und antagonistischen Wechselwirkungen der verschiedenen Bausteine untereinander besonders zu beachten. Hieraus werden die individuellen Supplementbedarfsmengen des Patienten für jeden einzelnen Baustein errechnet (nach Thalmann), die Supplemente werden überwiegend oral verabreicht, bei sehr gravierenden Mängeln entsprechend unserer kontrollierten Erfahrung auch vorübergehend parenteral. Je nach Krankheitsbild oder Resorptionsverhalten ergeben sich auch unterschiedliche Empfehlungen für eine geringe Erhaltungsdosis über 1-2 Jahre für einige wenige Bausteine (besonders oft Vit.B1 und Vit.B6). Darüber hinaus geschieht eine Ernährungsberatung, wobei sich die einzelnen Tagesbedarfsmengen u. a. an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren, zum Teil werden auch andere veröffentlichte Richtlinien je nach Erkrankungen integriert (z. B. orthomolekulare Ernährung, Bircher etc.).Eine Kontrolluntersuchung ist durchschnittlich nach achtwöchiger Supplementierung der fehlenden Bausteine notwendig, um den individuellen dynamischen Prozess der Aufnahme und des Stoffwechsels der substituierten Supplemente beurteilen und um deren weiteren Einnahme-Modus festlegen zu können, damit ein optimales Zellmilieu und somit weitreichende Regenerationsprozesse erreicht werden. Eine dritte Kontrolle erfolgt nach einem Jahr errechneter Substitution (nach Thalmann).

Ergebnisse

Bei diversen Krankheitsbildern und selbst bei jahrelangen, therapieresistenten chronisch degenerativen Erkrankungen werden erstaunliche Therapieerfolge und Zustandsverbesserungen subjektiver und objektiver Art mit Hilfe der Zell-Milieu-Medizin beobachtet. Selbst erhöhte Cholesterinwerte normalisieren sich in über 65% der Fälle, Verwirrtheit im Alter bessert sich deutlich und psychomotorisch auffällige Kinder verhalten sich wieder ausgeglichen. Auch röntgenologisch nachgewiesene Defekte an Knorpel und Knochen zeigen nachweisbare weitreichende Regeneration, Herzrhythmusstörungen bessern sich entscheidend usw.. Über einige Therapieergebnisse liegen bereits Veröffentlichungen vor, andere sind in Vorbereitung.

Zell-Milieu-Medizin verbessert den Stoffwechsel

In manchen Situationen braucht der Mensch mehr Vitamine als jene Dosis, die als Tagesbedarf in den Lehrbüchern angegeben wird. Hinter dieser Aussage steht die Erkenntnis, dass die Empfehlungen für die Nährstoffzufuhr weltweit nur für Gesunde gelten. Risikogruppen aber - sie machen einen beachtlichen Teil der Bevölkerung aus - bleiben bei solchen Richtwertangaben unberücksichtigt; betroffen sind vor allem chronisch Kranke, Kinder und Senioren, aber auch diejenigen, die regelmäßig Alkohol trinken oder rauchen. Der Kreis ist also ziemlich groß. Essen wir falsch? Eigentlich müsste eine vollwertige Kost ausreichen, um den Bedarf des Menschen an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Fettsäuren zu decken, dies jedenfalls meint die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Die Wirklichkeit sieht aber anders aus. Tatsächlich treten bei den meisten Menschen Mängel auf, die das Zellmilieu beeinträchtigen. Was sind die möglichen Ursachen und mit welchen Maßnahmen kann für Abhilfe gesorgt werden? Diesen Fragen geht der Hamburger Arzt und Wissenschaftler Dr. med. Hasso H. Thalmann nach, der die so genannte Zell-Milieu-Medizin (ZMM) entwickelte zusammen mit Prof. A.N. Sagredos und Dr. H.-J.von Leitner. Damit Stoffwechselprozesse reibungslos ablaufen können, braucht jede Zelle eine bestimmte Menge an Vitaminen und Vitalstoffen. Alle diese Stoffe sind zwar in unserer Nahrung enthalten, Thalmann weist aber daraufhin, dass "kein einziges Lebensmittel alle die Nährstoffe in den Konzentrationen enthält, wie wir sie brauchen." Fehlt aber nur ein einziger dieser Bausteine über längere Zeit, kommt es zu Schäden. An den komplizierten Stoffwechselvorgängen im Organismus ist aber nicht nur ein Vitamin oder Mineralstoff beteiligt. 14 Hauptvitamine, 16 Mineralstoffe und Spurenelemente und 14 verschiedene Fettsäuren sind notwendig, um im harmonischen Zusammenspiel einen gesunden Stoffwechsel zu gewährleisten. Da ein Mangel selten allein vorkommt, gibt es ganz individuelle Möglichkeiten für Anzahl und Ausmaß der Störungen und dementsprechend auch Krankheiten bzw. Symptome. Exakt können diese Mängel nur mit aufwendigen Laboruntersuchungen festgestellt werden. Es gibt aber auch einige Anzeichen, die auf Vitalstoffmangel hinweisen: Leichte Mangelzustände führen z.B. zu leichten Funktionsstörungen wie Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Auf der nächsten Stufe kommt es häufig zu so genannten vegetativen Symptomen. Verstärkt sich der Mangelzustand einzelner oder mehrerer Bausteine und bleibt dieser Zustand längere Zeit bestehen, treten krankhafte Organveränderungen auf. Als Ursache kommen falsche Ernährung, erhöhter Verbrauch, Entzündungen, Aufnahme- oder Verwertungsstörungen und erblich bedingte Enzymmängel in Frage. Wer beispielsweise Alkohol trinkt, beeinträchtigt dadurch zunächst die Aufnahme von Vitamin B6 und Folsäure im Darm. Bis zu 30 Prozent aller Menschen, die regelmäßig zwischen einem halben und einem Liter Bier oder einem viertel bis halben Liter Wein täglich trinken, haben bedeutende Mängel an diesen beiden Wirkstoffen. Außerdem entsteht bei ihnen ein ausgeprägter Vitamin B1 Mangel, da der Bedarf durch den Alkoholkonsum steigt, die Resorption dieses Vitamins im Darm dagegen gestört wird. Wer mehr oder über eine längere Zeit Alkohol trinkt, der hat zudem einen erhöhten Bedarf an Eiweißen und den Vitaminen B12, A, C, D, an Pantothensäure und Niacin. Mit Hilfe der ZMM - die Laboranalysen hierzu macht das NATEC-Institut in Hamburg; sie gehen zurück auf Arbeiten des Biochemikers Prof. Dr. A. N. Sagredos und des Internisten Dr. H.-J. v. Leitner – versucht Thalmann, einen ausgeglichenen Stoffwechsel in allen Zellen zu erreichen. Dabei erfährt der Patient, wie er sich ernähren soll, welche Bausteine in welchen Lebensmitteln enthalten sind, und wie sein individueller Bedarf ist. Liegen größere Mängel vor, wird auch medikamentös eingegriffen. Dazu werden so weit wie möglich natürliche Stoffe benutzt. In einem Gutachten zur Zell-Milieu-Medizin geht Dr. med. Bodo Kuklinski, Chefarzt des Klinikums Südstadt in Rostock, auch auf die derzeitige Ernährungslage und Umweltzerstörungen ein. Kuklinski, Facharzt für Innere Medizin und anerkannter Vitamin- und Mineralstoffforscher vertritt die These, dass heute auch mit einer ausgewogenen Ernährung keine optimale Nährstoffversorgung möglich ist. In seinem Gutachten heißt es unter anderem: "Komplex denkende Ärzte, darunter der Inaugurator der Zell-Milieu-Medizin, gehen davon aus, dass jede akute und chronische Erkrankung nur das tief sitzende Endresultat einer lange vorher bestehenden tiefer sitzenden Störung/Dysbalance sein kann. Hier zu gehören Magengeschwüre, Hochdruck, Gicht, Zuckerkrankheit, Arteriosklerose, Infektionskrankheiten, Krebs u.a.. Die Zell-Milieu-Medizin erkennt Störungen weit im Vorfeld manifester Erkrankungen. Durch rechtzeitige Interaktion sind diese vermeidbar. Bei schon vorliegenden Erkrankungen sind jedoch auch völlige Restitutionen möglich. Damit ist sie bisher gehandhabten Therapiestandards häufig überlegen.

Zell-Milieu-Medizin

Individuelle Therapie mit Zellbausteinen (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren) bei onkologischen Erkrankungen

Von H. H. Thalmann und A. N. Sagredos

Zusammenfassung

Alle Stoffwechselvorgänge benötigen zum Ablauf der biochemischen Prozesse Zellbausteine in physiologischen Mengen, deren qualitative und quantitative Zusammensetzung das Zellmilieu bestimmen. Für die Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren und Aminosäuren, die teils synergistisch, teils antagonistisch aufgenommen werden, bestehen in den Zellen spezifische Speicher, sog. "Poole". Nur wenn die Poole physiologisch gefüllt sind, besteht ein physiologisches Zellmilieu und somit funktioniert der Stoffwechsel physiologisch. Bei gravierenden Mangelprofilen kommt es mit der Zeit zu Erschöpfungssyndromen, diversen Erkrankungen sowie Immunschwächen bis hin zu Neoplasien. Bei onkologischen Erkrankungen ist das Zellmilieu - und dadurch der Zellstoffwechsel - hochgradig gestört. Die Zellbaustein-Parameter werden sowohl in den Erythrozyten als auch im Serum getrennt laborchemisch qualitativ und quantitativ analysiert. Durch individuell berechnete Supplementierung entsprechend dem Mangelprofil der Bausteine wird ein physiologisches Zellmilieu erreicht, wodurch bei diversen Erkrankungen deutliche Heilungsschritte erzielt werden, die anhand der üblichen Laborparameter objektivierbar sind. Bei Neoplasien und insbesondere auch bei vorklinischen Tumorstadien werden deutliche Normalisierungen diverser spezifischer Parameter beobachtet, wie z. B. HCG-ß, PHI, Gamma - GPT, CEA, DHEA, BSG und Transaminasen.

Veränderung der Zellmembranresorption durch Mistellektine als Basisreaktion einer Abwehrsteigerung

Von H. H. Thalmann

Zusammenfassung

Die immunmodulatorische Wirkung von Mistelextrakten beruht auf dem Inhaltsstoff Lektin-1. Lektine bewirken wichtige Signalübertragungen an den Zellmembranen und im Zellinneren. Die B-Kette des Mistellektins mobilisiert nicht nur den Calcium-Ionen-Fluss (Steigerung um 20-25% im Tierversuch), sondern steigert die Resorptionsvorgänge an den Zellmembranen für diverse Bausteine des Zellstoffwechsels (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren, Aminosäuren). Durch Mistellektine erhöht sich außerdem der Verbrauch an Bausteinen sehr deutlich.
Eine vermehrte Aufnahme dieser Bausteine in die Zellen verändert das Zellmilieu und führt über eine Steigerung des Stoffwechsels zu Zell- und Zellmembran-Reparaturmechanismen. Jede Steigerung der Abwehrleistung setzt eine Verstärkung des Stoffwechsels durch Supplementierung der Bausteine entsprechend dem individuell vermehrten Bedarf voraus. Das Zellmilieu und der individuelle Bausteinebedarf werden bestimmt durch qualitative und quantitative Analysen des Bausteineprofils sowohl in den roten Blutkörperchen als auch im Serum.
Einer Ermüdung des Abwehrsystems sowohl durch den permanenten Kampf gegen die Krebszellen als auch durch die Stimulierung des Stoffwechsels mit Mistellektinen lässt sich durch Optimierung des Zellmilieus über einen berechenbaren Ausgleich des Mehrbedarfes an den Zellbausteinen mit Hilfe der Zell-Milieu-Medizin individuell entgegenwirken.

Zell-Milieu-Medizin: Individuelle Therapie mit Zellbausteinen (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren) am Beispiel der Hyperlipidämie

Von H. H. Thalmann und A. N. Sagredos

Zusammenfassung

Alle Stoffwechselvorgänge benötigen zum Ablauf der biochemischen Prozesse Zellbausteine in physiologischen Mengen, deren quantitative und qualitative zusammensetzung das Zellmilieu bestimmen. Für die Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren und Aminosäuren, die teils synergistisch, teils antagonistisch aufgenommen werden, bestehen in den Zellen spezifische Speicher, sog. "Poole". Nur wenn die Poole physiologisch gefüllt sind, besteht ein physiologisches Zellmilieu und funktioniert somit der Stoffwechsel physiologisch. Sind die Poole erschöpft, kommt es zunächst zu unspezifischen Mangelsymptomen und des weiteren zu diversen Erkrankungen, wie z. B. erhöhten Cholesterin-, Triglycerid-, LDL-Werten und erniedrigten HDL-Werten bei signifikanten Mangelprofilen.
Die Zellbausteine-Parameter werden sowohl in den Erythrozyten als auch im Serum laborchemisch qualitativ und quantitativ analysiert. Durch individuell berechnete Supplementierung entsprechend einem Mangelprofil der Bausteine wird ein physiologisches Zellmilieu erreicht, wodurch z. B. erhöhte Lipide in ca. 65% der Fälle bis zu Normalwerten gesenkt, deutliche Gewichtsabnahmen erreicht und bei begleitender Hypertonie ausgeprägte Blutdrucksenkungen beobachtet werden.

Hilfsprojekt zehn Jahre nach Tschernobyl. Mit Zell-Milieu-Medizin Immunsystem stärken

Seit zehn Jahren, dem 26. April 1986, weiß die Welt durch Tschernobyl, dass auch die zivil genutzte Atomkraft ihre tödlichen Gefahren irgendwann ""ausspielt"". Immer noch werden die Opferzahlen verheimlicht. In einer gemeinsamen Aktion wollen der Stifterverband der Deutschen Wissenschaft, der Lions Club Mülheim/Ruhr und mehrere deutsche und russische Forschungseinrichtungen jetzt etwas für die Betroffenen, vor allem die Kinder tun. Beteiligt bei diesem Projekt: der Hamburger Arzt Dr. Hasso H. Thalmann. Unser Mitarbeiter Werner Loosen hat mit ihm gesprochen.

ÄP: Herr Dr. Thalmann, was weiß man heute Sicheres über das medizinische Ausmaß der Katastrophe von Tschernobyl?
Thalmann: Damals flossen die Informationen spärlich; nur zögerlich sind beispielsweise auch amerikanische Spezialisten für Knochenmark- Transplantation als Helfer akzeptiert worden. Nach dem Zusammenbruch der sowjetischen Herrschaft kam nach und nach einiges ans Licht. So weiß man heute, dass fast 80 Prozent der Radioaktivität vor zehn Jahren in Weißrussland niedergegangen sind.

Die Kinder hat es am stärksten getroffen.
In der Gomel-Region sind gewaltige soziale und gesundheitliche Schäden entstanden, vor allem bei Kindern, deren Lebenserwartung gesunken ist. Regelmäßige Untersuchungen der Kinder in den kontaminierten Zonen haben eine Morbidität von mehr als 80 Prozent ergeben; zu mehr als 60 Prozent sind es Erkrankungen der Atmungsorgane; der Anteil der Magen-/Darm-Erkrankungen ist ebenfalls beträchtlich.

ÄP: Was soll mit der jetzt angeschobenen Aktion erreicht werden, an der Sie mitarbeiten?
Alle bisherigen Untersuchungen in der Gomel-Region haben etwas gemeinsam: Sie weisen auf schwere Störungen des Abwehrsystems dieser Kinder hin. Das war der Grund, das Projekt "Untersuchungen des Gesundheitszustandes von Schulkindern in der Tschernobyl-Region unter besonderer Berücksichtigung des Immun- und Blutbildungssystems" ins Leben zu rufen. Erstmals sollen jetzt Zusammenhänge zwischen Radiobiologie, psychosozialen und ernährungs-physiologischen Aspekten sowie Störungen des Abwehrsystems erforscht werden.

ÄP: Und Ihre Rolle dabei?
Ich soll mit dazu beitragen, das durch Radionuklide geschädigte Abwehrsystem der Kinder möglichst wieder aufzubauen. Ich arbeite seit einigen Jahren erfolgreich mit der so genannten Zell-Milieu-Medizin zur Therapie zahlreicher Krankheiten, bei denen Mangel- und Fehlernährungsfolgen eine besondere Rolle spielen. Nach dem Wunsch der Initiatoren des Gomel-Projektes sollen meine bisher gewonnenen Erfahrungen in Zusammenarbeit mit einem privaten Institut in Hamburg nach Abschluss einer Pilotstudie den knapp 5000 weißrussischen Schulkindern zugute kommen.

ÄP: Wie können Sie eingreifen?
Bei vielen Krankheiten des Immunsystems lassen sich mit Hilfe einer individuell gezielten Therapie mit mikronutritiven Substanzen, d. h. Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen, in einem individuell angepassten Verhältnis gute Ergebnisse erreichen. Dazu bestimmt das Hamburger Institut erst einmal den Status der Grundversorgung an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fett- und Aminosäuren. In Verbindung mit den Immunparametern und den klinischen Angaben ermöglichen diese Daten dann die erwähnte individuelle Substituierung, je nach Bedarf. Und dieses Konzept nenne ich Zell-Milieu-Medizin oder ZMM.

ÄP: Wieso eine Pilotstudie?
Die Initiatoren haben zunächst 30 Kinder mit einem stark geschwächten Immunsystem ausgesucht; sie werden demnächst mit der ZMM behandelt, um das Immunsystem zu stärken. Ich beurteile die Chancen als durchaus positiv, denn Vorversuche von Prof. E. Konoplya in Gomel mit den Vitaminen A, C, E und Beta - Carotin haben immerhin schon minimale Therapieergebnisse gebracht. Versuche mit anderen Behandlungsarten waren zuvor fehlgeschlagen.

ÄP: Angenommen, alle Ihre Erwartungen erfüllen sich, wie geht es dann weiter?
Dann werden wir gezeigt haben, dass die Chance besteht, ein durch Radionuklide gestörtes oder beschädigtes Immunsystem mit Hilfe der ZMM zu stärken. Und das kann dazu führen, dass im Rahmen des Gesamtprojektes von Gomel ein Konzept erarbeitet wird, dass generell nach Nuklearunfällen eingesetzt werden könnte.

 

ÄP-Gespräch : Dr. Hasso H. Thalmann zur ""Zell-Milieu-Therapie

Die Störungen gehen oft innerhalb weniger Monate vollständig zurück, wenn man z. B. essentielle Aminosäuren, Vitamine und ungesättigte Fettsäuren substituiert. Ausreichende Produktion der Neurotransmitter und ausreichender Energiestoffwechsel im Nervensystem sind Voraussetzungen für eine normale Gehirnfunktion. Diese Botenstoffe werden in den Nervenzellen aus Bausteinen hergestellt die wir mit der Nahrung zu uns nehmen. Fehlen diese Bausteine, das ist besonders im Alter der Fall, arbeitet das Gehirn nicht mehr zuverlässig. Darüber sprach ÄP- Mitarbeiter Werner Loosen mit dem Hamburger Arzt Dr. med. Hasso H. Thalmann, der, zusammen mit Prof. A.N. Sagredos und Dr. H.-J. v.Leitner, die sog. ""Zell-Milieu-Therapie"" entwickelt hat.

ÄP: Welche Bausteine sind für den Gehirnstoffwechsel notwendig?
Thalmann: Dazu gehören insbesondere die essentiellen Aminosäuren und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Zur Synthese der Neurotransmitter und für den Energiestoffwechsel der Hirnzellen sind außerdem bestimmte Enzyme erforderlich, die ihrerseits als Bausteine Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente benötigen. Desweiteren werden Zucker und Sauerstoff benötigt.

ÄP: Kommen wir auf die Verwirrung alter Menschen zu sprechen. Brauchen die Betroffenen mehr Medikamente, weil sie weniger Bausteine mit der Nahrung aufnehmen?
Thalmann: In der Regel essen alte Menschen wenig, da sie eine verminderte Verdauungskapazität aufweisen. Dennoch, sie brauchen fast eine gleich große Menge an Bausteinen für den Zellstoffwechsel wie junge Erwachsene. Da Lebensmittel aber nur eine bestimme Nährstoffdichte aufweisen, ergeben sich demzufolge Mängel an diesen Bausteinen, in der Folge leiden alte Menschen auch gehäuft an neurologischen Störungen bis hin zur Verwirrtheit. Solche Verwirrtheitszustände sind dann besonders häufig, wenn Tryptophan, Tyrosin, Methionin, die Vitamine B1, B6 und B12, Niacin, Folsäure, Kalium, Magnesium, Zink, Selen, Phosphor und die mehrfach ungesättigten Fettsäuren in erheblichem Ausmaß in den Zellen fehlen.

ÄP: Im Allgemeinen wird die Verwirrtheit im Alter auf Hirndurchblutungsstörungen, Arteriosklerose und auf Hirnatrophie zurückgeführt.
ThaImann: Ablagerungen - die Plaques - in den Gefäßen und besonders in den Hirngefäßen sind mit zunehmendem Alter physiologisch, wodurch eine gewisse Atrophie des Gehirns eintritt. So gibt es beispielsweise keinen über 80jährigen Menschen, der nicht erhebliche Veränderungen dieser Art zeigt. Dennoch kann ein alter Mensch geistig und neurologisch fit und gesund sein, denn nach neueren Forschungen vernetzen sich die etwa 100 Milliarden Nervenzellen des Gehirns mit zunehmendem Alter weiter. Dadurch wird eine Minderung der Leistungskraft der einzelnen Zelle im Normalfall allemal kompensiert. Altern heißt also nicht automatisch Abbau geistiger Leistungsfähigkeit, des Intellekts und auch der Lebensfreude. Entscheidend für die Funktion der Nervenzellen ist ihr Zellmilieu und das wird bestimmt durch die Versorgung der Zellen mit den oben genannten Bausteinen.

ÄP: Wie weisen Sie derartige Mangelzustände nach?
Thalmann: Durch eine saubere Trennung von Serum und Erythrozyten nach patentierten Verfahren - dabei werden die Erythrozyten weder verletzt noch die membranständigen lipophilen Vitamine A und E abgetrennt - kann man Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und die 14 verschiedenen Fettsäuren im Serum wie auch in den Erythrozyten qualitativ und quantitativ bestimmen. Da diese Bausteine überwiegend über aktive Transportmechanismen in alle Körperzellen gelangen, lässt sich durch Erythrozyten-Analyse auf den Gehalt aller Zellen an Bausteinen schließen.

ÄP: Sie behaupten: Setzt man die genannten Bausteine der normalen Nahrung alter Menschen zu, kommt es im Laufe weniger Monate sehr oft zu einer Normalisierung des Geisteszustandes.
Thalmann: Entscheidend ist die genaue qualitative und quantitative Analyse der Zellen bezüglich der Bausteine. Ein zweiter Schritt ist die individuelle Berechnung des Bedarfs an jedem einzelnen Baustein und somit die individuelle Kombination der Bausteine. Die Bausteine dürfen aber nur in bestimmten Mengenverhältnissen zueinander supplementiert werden, um ein möglichst physiologisches Zellmilieu zu erreichen. Die Gabe wahlloser Kombinationen und Mengen würde das Zellmilieu nur noch weiter durcheinander bringen.

ÄP: Auf wie viele Patienten stützen sich Ihre Angaben?
Thalmann: Wenn wir alle anderen geriatrischen Erkrankungen hier außer acht lassen und nur neurologische Erkrankungen, Depressionen und Verwirrtheitszustände betrachten, sind es sicher mehr als achtzig Patienten über 65 Jahre.

ÄP: Mit Ihrer Zell-Milieu-Therapie könnte man beispielsweise den Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen helfen: Die Substitution bestimmter Nährstoffe wäre gewiss kostengünstiger als eine dauerhafte Intensivpflege.
Thalmann: Auf jeden Fall verursachen eine Analyse und eine Supplementierung mit natürlichen oder zumindest naturidentischen Wirkstoffen bis zum Ausgleich der Mängel sowie eine anschließende prophylaktische Gabe geringer Bausteinmengen erheblich weniger Kosten als eine dauerhafte Intensivpflege. Schon eine Verringerung der Pflegeintensität eines Patienten spart enorme Kosten ein. Die Zell-Milieu-Therapie ist darüber hinaus auch bei anderen chronischen Erkrankungen sehr hilfreich.

ÄP: Woran liegt es Ihrer Ansicht nach, dass sich bisher offensichtlich niemand damit beschäftigt hat?
Thalmann: Dass Störungen des Zellmilieus für die Entstehung und auch für die Progression sehr vieler Krankheiten ursächlich mitverantwortlich sind, wurde für Teilbereiche zwar schon sehr detailliert beschrieben. Diese Erkenntnisse haben sich aber noch nicht im Bewusstsein der meisten Ärzte niedergeschlagen.

Gezielte Zell-Therapie beugt Herzinfarkt vor

Individuell dosierte Gabe von Nährstoffen verhindert die gefährliche Arterienverstopfung

Eine spezielle Behandlung mit Nährstoffen, die so genannte Zell- Milieu-Therapie, kann helfen, Arteriosklerose und Herzinfarkt vorzubeugen. Möglicherweise trägt sie auch dazu bei, bereits verkalkte Blutgefäße wieder durchgängig zu machen. Verschiedene Studien in Europa, den USA und Israel haben gezeigt, dass ein Mangel an bestimmten Nährstoffen das Entstehen von Kreislaufleiden wie Herzinfarkt und Schlaganfall begünstig. So kann ein Defizit an dem Vitamin Folsäure dazu führen, dass die Konzentration des Eiweißstoffes Homocystein im Körper ansteigt. Denn Folsäure baut zusammen mit B-Vitaminen die körpereigene Aminosäure Homocystein ab. Zu hohe Homocystein- Werte aber sind ein hoher Risikofaktor für Arteriosklerose. Experten schätzen, dass jährlich in Deutschland etwa 15000 Herzinfarkte vermieden werden könnten, wenn die Folsäure-Versorgung ausreichend wäre. Auch ein Mangel an den Vitaminen C und B und vor allem an den Aminosäuren Prolin und Lysin kann Gefäßwände schädigen. Sie werden brüchig, da nicht ausreichend elastische und kollagene Fasern gebildet werden. Zuwenig sogenannte Antioxidantien wie die Vitamine C, E und A, Beta-Carotin sowie die Mineralstoffe Selen, Kupfer und Zink können sich ebenfalls schädlich auswirken. Denn fehlen die Antioxidantien, wird das LDL (Low - Density - Lipoprotein) - Cholesterin im Blut von sauerstoffhaltigen Substanzen oxidiert. Die Folge: Es wird in den Gefäßwänden abgelagert und fördert die Entstehung einer Arteriosklerose. "Es sind verschiedene Ursachen, die allein oder gemeinsam zu Gefäßwandschäden führen, aber der Körper wird immer die gleiche Art von Reparatur - Prozess in Gang setzen. Er baut in die Gefäße Kalkablagerungen als ein stützendes Gipskorsett ein", erklärte der Hamburger Arzt Dr. Hasso Thalmann, der seit Jahren mit der Zell -Milieu- Therapie arbeitet, gegenüber WELT am SONNTAG. Werden die fehlenden Nährstoffe jedoch ersetzt, lässt sich nicht nur einer Arteriosklerose und ihren Folgen vorbeugen, sondern, so ThaImanns Erfahrungen, der Organismus wird auch in die Lage versetzt, die gefährlichen Kalkablagerungen abzubauen. So berichtete Thalmann von einem 48jährigen Patienten mit Herzbeschwerden, bei dem bereits dreimal Eingriffe zur Erweiterungen eines verengten Herzkranzgefäßes durchgeführt worden waren. Die Behandlungsergebnisse waren jedoch nicht vollständig zufriedenstellend. Das lebensnotwendige Blutgefäß blieb an einer Stelle verengt. Daraufhin ließ der Patient eine Zell-Milieu-Therapie durchführen. Ergebnis nach sechs Monaten: Bei einer erneuten Kontrastmittel Darstellung der Herzkranzgefäße zeigte sich - auch für die Herzspezialisten überraschend - das zuvor verengte Blutgefäß nun weit offen. Ein Jahr später hatte der Patient keine Beschwerden mehr. Für eine Zell-Milieu-Therapie bestimmt der Arzt zunächst anhand einer Blutprobe, wie gut der Organismus mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fett- und Aminosäuren versorgt ist. Stellt der Arzt einen Mangel fest, wird ein spezielles Behandlungsschema zum Ausgleich der fehlenden Stoffe ausgearbeitet. Thalmann: "Um erkrankte Organe zu behandeln, sind individuelle therapeutische Dosierungen erforderlich. Ungezielte Eigendosierungen schaden dagegen langfristig mehr, als dass sie nützen." Die Zell-Milieu-Therapie kann auch helfen, erhöhte Cholesterinwerte zu senken und das Immunsystem zu stärken. Ein schwaches Immunsystem kann Bakterien der Art Chlamydia pneumoniae nicht ausreichend abwehren. Diese Bakterien sind wahrscheinlich am Entstehen von Arteriosklerose beteiligt.

Individuelle Therapie der Spurenelementen, Vitaminen und Fettsäuren - ein Konzept der Lehrmedizin

H. H. Thalmann und A. N. Sagredos

Alle Stoffwechselvorgänge benötigen zum Ablauf der biochemischen Prozesse Zellbausteine in physiologischen Mengen, deren quantitative und qualitative Zusammensetzung das Zellmilieu bestimmen. Für die Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren und Aminosäuren, die teils synergistisch teils antagonistisch aufgenommen werden, bestehen in den Zellen spezifische Speicher, sog. "Poole". Nur wenn die Poole physiologisch gefüllt sind, besteht ein physiologisches Zellmilieu und funktioniert der Stoffwechsel optimal. Sind die Poole erschöpft, kommt es zunächst zu unspezifischen Mangelsymptomen und des weiteren zu diversen Erkrankungen. Patienten mit erhöhten Cholesterin-, Triglycerid-, LDL -Werten und erniedrigten HDL -Werten zeigen Mangelprofile an Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Omega-3-Fettsäuren, die sowohl in den Erythrozyten als auch im Serum laborchemisch erfasst werden. Durch gezielte Supplementierung der als nicht ausreichend diagnostizierten Bausteine in genau berechneter individueller Dosierung wird ein physiologisches Zellmilieu erreicht, wodurch erhöhte Lipide in den meisten Fällen bis zu Normalwerten gesenkt, deutliche Gewichtsabnahmen erreicht und bei begleitender Hypertonie ausgeprägte Blutdrucksenkungen beobachtet werden können.

Mineralstoffe und Vitamine beeinflussen Stoffwechselvorgänge

Mit der individuellen Therapie der Hyperlipidämie durch die Supplementierung von Mineralstoffen, Spurenelementen, Vitaminen und Fettsäuren stellte Dr. med. Hasso H. Thalmann, Hamburg, ein neues Konzept der Beeinflussung des Zellmilieus vor. Das Ziel dieser Therapie sei die Wiederherstellung eines physiologischen Zellmilieus, dass die Voraussetzung für eine Normalisierung des Stoffwechsels darstellt. Für die bei den Stoffwechselvorgängen ablaufenden biochemischen Prozesse benötigt unser Organismus Zellbausteine (Mineralstoffe, Spurenelemente, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren) und Enzyme, die diese biologischen Reaktionen katalysieren. Das Zellmilieu wird durch die Summe aller Bausteine bestimmt. Bei einem physiologischen Zellmilieu funktionieren die verschiedenen Stoffwechselvorgänge - Energiegewinnung, Zellregeneration, Zellerneuerung - optimal. Sind aber die Speicher (Pools) für die Bausteine erschöpft, kommt es nach zunächst unspezifischen Mangelerscheinungen sehr rasch zu manifesten Mangelerkrankungen. Bei bestimmten Mangelzuständen treten erhöhte Cholesterin- und Triglycerid-Konzentrationen im Serum und in den Erythrozyten auf. Diese Hyperlipidämie lässt sich durch eine gezielte Supplementierung der fehlenden Bausteine behandeln. Bei etwa 70% der Patienten mit Lipid- Stoffwechselstörungen kann man durch eine genau berechnete individuelle Therapie die erhöhten Lipidwerte wieder normalisieren. Gleichzeitig lässt sich eine deutliche Gewichtsabnahme beobachten. Bei Hyperlipidämie- Patienten mit einer begleitenden Hypertonie kann durch die Supplementierung auch eine Blutdrucksenkung erreicht werden. Zink, Kupfer-Haushalt und Arteriosklerose: Epidemiologische, tierexperimentelle und klinische Studien lassen Beziehungen zwischen Zink und Kupfer und dem Lipidproteinstoffwechsel, der Hämostase und der Arteriosklerose erkennen. Mediziner der Universität Leipzig und des Bezirkskrankenhauses Meinigen haben daher in einer prospektiven Studie die Wirkung von Polyenfettsäuren auf die Dynamik der Arteriosklerose untersucht.

Achten Sie aufs Zellmilieu!

Die Erfolge des Hamburger (Privat-) Arztes und Wissenschaftlers Dr. Hasso H. Thalmann stoßen auf immer mehr Resonanz: Er schafft es, mit Hilfe der von ihm und Prof. A.N. Sagredos und Dr. H.-J.v. Leitner entwickelten Zell-Milieu-Therapie unter anderem erhöhte Blutfette zu senken. Zahlreiche schriftliche und telefonische Anfragen von Kollegen aus dem In- und Ausland gehen ihm zu, mit der Bitte um zusätzliche Informationen und dem Wunsch nach Zusammenarbeit.

Kürzlich hat ein Berliner Wissenschaftler, der selbst vor allem auf dem Gebiet der Fettsäuren forscht, einen interessanten Anstoß gegeben: Ist bei dieser Therapie auch eine Blutdrucksenkung zu beobachten? Thalmann ist dieser Anregung nachgegangen und hat das während der Zell-Milieu-Therapie dokumentierte Blutdruckverhalten in zwei Gruppen von jeweils 15 Patienten überprüft .Bei Gruppe eins lagen die Cholesterinwerte über 300 mg/dl und die Triglyceridwerte über 200 mg/dl, die HDL- Werte unter 40 und die LDL- Werte über 250 mg/dl. In der zweiten Gruppe lagen die Cholesterinwerte über 250 mg/dl bei normalen Triglyceridwerten; HDL lag unter 45, LDL über 250 mg/dl. In beiden Patientengruppen wurde zunächst sowohl im Serum als auch getrennt in den Erythrozyten das Gesamtspektrum an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und 14 verschiedenen Fettsäuren bestimmt.

Thalmanns Patienten litten an eklatanten Mängeln, besonders in den Erythrozyten, an den Vitaminen B6, B1, B2 und Pantothensäure sowie an Kalium, Calcium, Magnesium, Zink und den mehrfach ungesättigten Fettsäuren Eicosapentensäure, Docosapentaen- und Docosahexaensäure. Leichte Mängel zeigten sich durchschnittlich bei den Vitaminen A, E, C, Biotin und Beta-Carotin sowie an Natrium, Kupfer, Chrom und Selen. Durchschnittlich lagen die Blutdruckwerte in Gruppe eins vor der Therapie systolisch 15 bis 20 mm Hg und diastolisch 10 bis 15 mm Hg höher als in Gruppe zwei. Nach Supplementierung der fehlenden Bausteine zeigten sich bereits nach zwei Monaten bei etwa 65 Prozent der Patienten normale Cholesterin- und Triglyceridwerte, eine Anhebung des HDL- und eine Senkung des LDL-Cholesterins. Bei denselben Patienten war gleichzeitig eine deutliche Senkung der Blutdruckwerte festzustellen. Besonders ausgeprägt waren die Blutdrucksenkungen, wenn sich die Mängel an mehrfach ungesättigten Fettsäuren in den Erythrozyten und zugleich erhöhte Triglyceridwerte im Serum normalisierten und sich die meist nur allmählich zu füllenden Vitamin- B6- und Vitamin- B1- Speicher füllten. Die übrigen Mängel waren leichter zu supplementieren.

Worauf ist diese deutliche Blutdrucksenkung zurückzuführen? Dazu sagte Thalmann "Der Kassenarzt": "Im allgemeinen ist bei Hypertonikern der periphere Widerstand in den Kapillaren zu hoch. Ursächlich ist erstens bei Mangel an den genannten mehrfach ungesättigten Fettsäuren der EDRF (Endotheliumderived-relaxing-factor) erniedrigt, und es wird zweitens in den Thrombozyten zu viel TXA2 (stärkster Vasokonstriktor) gebildet und drittens zu wenig PG1 (endothelialer Vasodilatator) synthetisiert. Ferner wird die Verformbarkeit der Erythrozyten durch die gesamten Mängel vermindert, wobei sich die Erythrozyten wegen ihres größeren Durchmessers bereits durch die Kapillaren unter Verformung hindurchzwängen müssen. Außerdem nimmt die Thrombozytenaggregation bei den genannten Mängeln zu (messbar am Betathromboglobulin). Diese Faktoren summieren sich und führen zu mangelhafter Diffusion von Sauerstoff und Nährstoffen durch die Kapillarepithelien, wodurch reflektorisch eine weitere Engstellung und somit größere Starre der Kapillarwände eintritt. Bei Ausgleich dieser Mängel kehren sich die Produktionsmengen der genannten vasoaktiven und zellaktiven Substanzen durch Optimierung des Zellstoffwechsels über die Normalisierung des Zellmilileus um und führen zu einer deutlichen systolischen und diastolischen Blutdrucksenkung."

Zusätzlich zur Substitution der Mängel wurde Bierhefe (enthält Chrom, Inositol und Cholin) gegeben und eine Ernährungsberatung durchgeführt. "Es hat sich gezeigt", sagt Thalmann, "dass sich mit Hilfe der Zell-Milieu-Therapie Blutfett- und Blutdruckwerte senken lassen." Wir können gespannt sein, welche weiteren Ergebnisse sich mit der Zell-Milieu-Therapie nach Thalmann erreichen lassen. Werner Loosen.

WERNER LOOSEN: Harmonisches Zusammenspiel

Zell-Milieu-Therapie beugt Ernährungsmängeln vor

Eigentlich muss eine vollwertige Kost ausreichen um den Bedarf des Menschen an lebenswichtigen Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und Fettsäuren zu decken. Sie sorgen in den Körperzellen für ein gesundes Milieu. Tatsächlich aber leiden die meisten Menschen unter einem erheblichen Mangel dieser "Bausteine". Essen wir falsch? Nimmt der Körper die angebotenen Stoffe nicht richtig auf? Oder gelangen sie vielleicht nicht an den Ort, wo sie benötigt werden? Mit dem Fachgebiet der Zell-Milieu-Therapie beschäftigt sich seit einiger Zeit der Hamburger Arzt und Wissenschaftler Dr. Hasso H. ThaImann. Um Stoffwechselprozesse leisten zu können, benötigt jede Zelle eine bestimmte Menge an Vitaminen, Mineralien, etc. Diese Bausteine sind einerseits Bestandteil der biologischen Katalysatoren (Enzyme und Coenzyme), ohne die Energiegewinnung, Zellerhaltung und- erneuerung nicht ablaufen können.
Andererseits werden Mineralien und Spurenelemente als elektrisch geladene Ionen aufgenommen und bauen das elektrische Membranpotential und das elektrochemische Milieu in den Zellen auf. Vor allem jedoch die ungesättigten Fettsäuren werden zur Bildung von Hormonen und Verdauungsenzymen benötigt. Alle diese Bausteine sind zwar in der, Nahrung enthalten, wie Thalmann im Gespräch mit der WELT erläutert, "doch kein einziges Lebensmittel enthält alle die Nährstoffe in den Konzentrationen, wie wir sie brauchen. Wir müssten uns vielseitiger ernähren, als dies geschieht." Fehlt nur ein einziger Baustein für längere Zeit, kommt es zu Schäden des Organismus. Als Beispiel nennt Thalmann das Vitamin B1. Zu wenig davon kann Veränderungen der Nervenfunktion, der Psyche, des Herzrhythmus sowie der Haut (Neurodermitis) verursachen. Vor allem aber werden der Aminosäure-, Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel der Zelle schwer beeinträchtigt: So kann Zucker (Glucose) nicht in eine energiereiche Form (ATP) umgewandelt werden; Eiweißbausteine werden nicht richtig zusammengesetzt oder nicht neu aufgebaut, so dass sich die Zelle nicht entsprechend erneuern oder teilen kann. An diesen komplizierten Stoffwechselvorgängen ist aber nicht nur das Vitamin B1 beteiligt. Vielmehr ist dafür ein harmonisches Zusammenspiel aller Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Fettsäuren notwendig - wie bei einem großen Orchester. Außerdem kommt ein Mangel selten allein, wie der Hamburger Wissenschaftler erläutert. Bei 14 Hauptvitaminen, 16 wichtigen Mineralien und Spurenelementen und 14 verschiedenen Fettsäuren gibt es ganz individuelle Möglichkeiten für Anzahl und Ausmaß der Mängel und so für Krankheitsursachen und Symptome. Bislang sind diese Mängel nur mit speziellen und aufwendigen Laboruntersuchungen festzustellen. Da in jeder einzelnen Zelle alle Funktionen des Organismus in kleinem Maßstab ablaufen, kann man die Konzentration an Spurenstoffen stellvertretend für den gesamten Körper an roten Blutkörperchen untersuchen. Leichte Mangelzustände führen zunächst zu leichten Funktionsstörungen wie Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten. Auf der nächsten Stufe kommt es zu so genannten vegetativen Symptomen. Verstärkt sich der Mangelzustand einzelner oder mehrerer Bausteine und bleibt dieser Zustand über einen längeren Zeitraum bestehen, treten krankhafte Organveränderungen auf. Dazu kann es durch falsche Ernährungsweise, beruflich bedingten erhöhten Verbrauch zu Entzündungen, Aufnahme- oder Verwertungsstörungen und erblich bedingte Enzymmängel kommen.
Ist ein Mangel mit Medikamenten zu beheben? "Wir haben in jeder Zelle einen Speicher für jeden einzelnen dieser Stoffe, erklärt ThaImann. "Nur wenn dieser Pool gefüllt ist, kann die Zelle volle Leistung erbringen." Sinnlos sei es, aus Angst vor Störungen wahllos irgendwelche Präparate zu schlucken. Vielmehr muss genau analysiert werden, welche Stoffe in welchem Maße fehlen. Nur dann kann genau ausgerechnet werden, wie viele Medikamente der Patient für welchen Zeitraum braucht, um diese Pools wieder aufzufüllen. Die Bausteine werden nur dann in hohen Maßen von den Zellen aufgenommen.

Das Ziel der Zell-Milieu-Therapie besteht in einem ausgeglichenen Stoffwechsel aller Zellen. Nur dann funktioniert der Körper ordnungsgemäß.Wichtig ist, dass der Patient erfährt wie er sich ernähren soll, dass er weiß, welche Bausteine in welchen Lebensmitteln enthalten sind und wie sein individueller Bedarf ist. Liegen Mängel größeren Umfangs vor, muss auch medikamentös eingegriffen werden. "Da benutzen wir", sagt Dr. Thalmann, "soweit wie möglich natürliche Stoffe, die auch im Körper selbst vorkommen, oder, wenn es sein muss, naturidentische Stoffe."

Die ideale Ernährung können wir nach den Worten Thalmanns "an unserem Gebiss ablesen" ... mit Mahlzähnen für pflanzliche Kost sowie Schneide- und Reißzähnen für Fleisch. "Vitamin B12 kommt beispielsweise nur in Fleisch vor. Auch Eisen ist zu 90 Prozent in Fleisch enthalten - ich müsste also erhebliche Mengen Pflanzen essen und sie wie ein Wiederkäuer stundenlang zermahlen, um die gleiche Menge Eisen zu bekommen. Jedoch steckt Eisen fast nur in Seefischen. Muss der Patient nach der Therapie nur noch auf die Ernährung achten oder muss er zusätzlich Präparate einnehmen?

Dazu Thalmann:
"Sind Mängel ausgeglichen und ernährt sich der Patient optimal, kann man davon ausgehen, dass er keine neuen Mängel bekommt.
Allerdings dauert es bei den Vitaminen B1 und B6 zum Beispiel häufig zwei Jahre, bis ihr Pool wieder aufgefüllt ist. Körperliche und psychische Belastungen (Stress) aber lassen den individuellen Bedarf an einzelnen Bausteinen ansteigen und es muss weiterhin substituiert werden."

Auch sind bestimmte Bevölkerungsgruppen besonders gefährdet, chronische Mangelzustände an den Bausteinen zu bekommen:
Alleinstehende und weltanschauliche Gruppen, weil sie sich meist einseitig ernähren, ebenso solche, die viel Alkohol trinken.

Gefährdet sind neben alten Menschen - sie brauchen genauso Bausteine wie junge Erwachsene, essen aber weniger und können nicht soviel verdauen - wie auch schlankheitsfanatische Damen. Denn die Körper- und vor allem die Fettzellen können nach der Diät zwar Fett aufnehmen, können es aber bei Bedarf nicht wieder aus den Fettzellen herauslösen. Obwohl diese Frauen wenig essen nehmen sie nach jeder Diät eher zu als ab.

Mangelerscheinungen in den Zellen sind Ursache für Alterserkrankungen

Von HASSO H. THALMANN

Das Bundesamt für Statistik weist aus: 99 von 100 Menschen sterben in Deutschland an Krankheiten vor Erreichen ihres biologischen Lebensalters. Unsere Chancen, an Altersschwäche zu sterben, stehen 1:100. Dabei gehört unser medizinisches Versorgungssystem zu den besten der Welt. Warum also sterben wir trotz aller Medizin an Krankheiten? Wissenschaftler der Geron Company in Kalifornien fanden heraus, dass Schäden an Chromosomen, in denen die lebenssteuernden Gene des Organismus lagern, in erster Linie dafür verantwortlich sind, dass die Körperzellen altern. Die Enden der Chromosomen werden von eiweißhaltigen Substanzen, den so genannten Telomeren, geschützt, etwa wie Plastikhülsen die Enden von Schuhbändern schützen. Diese Telomere werden durch komplizierte Stoffwechselprozesse in den Zellen gebildet. Durch Zellteilung und bei Mangelzuständen verkürzen sich die Telomere, und in der Folge entstehen schadhafte Gene, die als Verursacher von schweren Erkrankungen wie Krebs, Herz- und Nierenerkrankungen angesehen werden. Allein ein ausreichender Schutz der Telomere würde dazu führen, dass viele Menschen in gesundheitlich gutem Zustand alt werden könnten. Wie Erkenntnisse der Universität Michigan belegen, kommt besondere Bedeutung auch dem natürlichen Polypeptid Glutathion zu, das aus Aminosäuren besteht. Mit zunehmendem Alter nimmt der Glutathiongehalt im Blut ab, insbesondere, wenn eine der Aminosäuren fehlt. So zeigt sich, dass Krebspatienten einen deutlichen Mangel an Glutathion aufweisen. Glutathion repariert an Zellmembranen die durch Freie Radikale entstandenen Schäden. Freie Radikale sind aktivierte, stark sauerstoffhaltige Substanzen. Sie schädigen insbesondere die Zellmembranen sowie den Zellkern und die DNS. Solche Zellen sterben entweder ab oder degenerieren vorzeitig und führen somit zu degeneraliven Erkrankungen (wie Arthrosen, Rheuma, Krebs, Grauer Star). Die so genannten Antioxydantien fangen diese Freien Radikalen ab. Dies sind insbesondere die Vitamine A, C und E sowie das Provitamin Beta - Carotin, die Spurenelemente Selen, Kupfer und Zink, mehrfach gesättigte Fettsäuren, die Aminosäuren, im weiteren Sinne auch Eisen, Mangan und die Vitamine B2 und B3. Die Antioxydantien sind sozusagen biologische "Rostschutzmittel". Krankheiten entstehen auf der Ebene der Körperzellen letztlich durch Stoffwechselstörungen. Zwar isst der Bundesbürger im Durchschnitt zuviel, aber nicht ausreichend gut. Ältere Menschen essen weniger und verwerten Nährstoffe schlechter. Mit zunehmendem Alter haben wir besonders große Mängel an Aminosäuren, Antioxydantien, B- Vitaminen und Spurenelementen. Diesen Entwicklungen wirkt die Zell-Milieu-Medizin (ZMM) entgegen, mit der die notwendige Harmonie des Zellmilieus wiederhergestellt wird. Nach einer speziellen Analyse der Mikronährstoffe in den roten Blutkörperchen werden Dysbalacen nach individuellem Bedarf des Kranken ausgeglichen. Indem die Stoffwechselindividualität des Menschen berücksichtigt wird, regenerieren die Zellen. 

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